Stiftung Warentest: Welches Rapsöl ist gut?

Rapsöl im Test

Zeitung mit Verbrauchertipps Foto: © Zerbor

Rapsöl gilt als besonders gesund. Es enthält einen hohen Anteil einfach ungesättigter Fettsäuren und zehn bis 22 Prozent Omega 3- und Omega 6-Fettsäuren. Äußerst gering ist dagegen der Anteil an gesättigten Fettsäuren, die sich negativ auf den Fettstoffwechsel auswirken können. Gesundheitsbewusste Genießer können beim Rapsöl also durchaus zugreifen. Doch welche Qualitätsunterschiede gibt es zwischen den einzelnen Produkten? Sind raffinierte oder kaltgepresste Öle besser? Das wollte auch Stiftung Warentest wissen und hat 23 Rapsöle einem Test unterzogen. Das Ergebnis: Ob kaltgepresst oder raffiniert – die meisten Rapsöle sind gut.

21 Rapsöle überzeugen im Test

Ganze 21 Produkte schneiden im Test mit dem Gesamturteil „gut“ ab. Die 13 raffinierten Öle im Test erhalten sogar alle die Note „gut“. Zum Testsieger ernennt Stiftung Warentest „100 % reines Rapsöl“ von Rapso (4,05 Euro/Liter). Für jedes zweite Öl gibt es jedoch einen leichten Punktabzug, da auf den Verpackungen der Hinweis „raffiniert“ fehlt.

Von den zehn kaltgepressten Ölen erhielten acht das Urteil „gut“. Empfehlenswert sind laut den Testern sowohl die günstigen kaltgepresste Öle der Eigenmarken von Aldi Nord, Edeka, dm und Lidl mit Preisen zwischen 2,98 bis 3,70 Euro pro Liter. Auch die teureren Bio-Öle im Test schneiden gut ab, darunter „Bio Planète“ (8 Euro/Liter) und „dm Bio“ (3,70 Euro/Liter).

Bei fünf kaltgepressten Ölen stört die Tester jedoch eine unerwünschte, holzig-strohige Note. Zwei kaltgepresste Rapsöle fallen durch und bekommen nur die Note „mangelhaft“: Beim „Bellasan Nativ Kaltgepresst Rapsöl“ von Aldi Süd und beim „Rapsöl kaltgepresst“ von Bio-Zentrale kritisieren die Tester den modrigen Geschmack.

Raffiniert oder kaltgepresst: Was ist der Unterschied?

Wo liegt nun eigentlich der Unterschied zwischen raffinierten und kaltgepressten Ölen? Raffinierte Öle werden unter Einsatz von Hitze und chemischen Lösungsmitteln hergestellt. Sie lassen sich ohne Probleme auf bis zu 200 Grad erhitzen und eignen sich zum Braten und Kochen. Für kaltgepresste Öle dagegen wird der Samen ohne Wärmeeinwirkung ausgepresst. Kaltgepresstes Öl sollte keinen zu hohen Temperaturen ausgesetzt werden. Ideal ist es zum Verfeiern von Salaten.
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