Hefe selber machen: So funktioniert’s

Hefe aus Bier oder Obst herstellen

Ein Hefezopf zu Ostern - Foto: © A_Lein

Während der aktuellen Corona-Krise hat so mancher das Brotbacken für sich entdeckt. Mit den Ostertagen vor der Tür planen zudem viele Hobbybäcker die Zubereitung von allerlei Leckereien. Es gibt nur ein Problem: Hefe ist derzeit in vielen Supermärkten ausverkauft. Nachlieferungen sind fast ebenso schnell wieder aus den Regalen verschwunden, wie sie eingeräumt werden. Wer dennoch nicht auf frisches Brot oder den Hefezopf zu Ostern verzichten möchte, kann Hefe einfach selber machen. Dafür brauchen Sie nur drei Zutaten, die tatsächlich auch zu bekommen sein sollten.

Variante 1: Hefe aus Bier

Das brauchen Sie:

  • 100 ml lauwarmes Hefeweizen-Bier
  • 1 TL Zucker
  • 1 TL Weizen- oder Dinkelmehl
  • 1 Einmachglas zum Abfüllen

Füllen Sie das Bier in das Einmachglas. Geben Sie den Zucker und das Mehl hinzu. Verschließen Sie das Glas und schütteln Sie es kräftig, bis sich Zucker und Mehl aufgelöst haben. Nun müssen Sie das Gemisch nur noch eine Nacht lang an einem warmen Ort stehen lassen. Am nächsten Morgen ist Ihre Hefe bereits fertig.

Das Rezept entspricht etwa einem Hefewürfel und 100 ml Wasser. Verwenden Sie beim Backen etwa 100 ml weniger Flüssigkeit als im Rezept angegeben.

Variante 2: Hefe aus Obst

Kein Bier im Haus, aber Trockenobst? Dann probieren Sie doch einmal diese Variante zur Hefe-Herstellung aus. Diese Methode braucht allerdings etwas mehr Zeit. Rechtzeitig zu Ostern ist Ihre Hefe damit nicht mehr fertig. Für langfristige Backpläne eignet sie sich aber bestimmt.

Sie brauchen:

  • 4 EL Rosinen, getrocknete Datteln oder Trockenpflaumen
  • 1 EL braunen Zucker oder Honig
  • 500 ml lauwarmes Wasser
  • 1 Einmachglas

Füllen Sie das Trockenobst mit Zucker oder Honig und dem Wasser ins Einmachglas. Verschließen Sie das Glas und schütteln Sie es kräftig. Lassen Sie das Glas anschließend drei bis acht Tage an einem warmen Ort (25 bis 30°C) stehen. Schütteln Sie es dabei immer mal wieder. Beim Gären bilden sich Bläschen und das Wasser wird trüber.

100 ml Hefewasser entsprechen etwa einem Hefewürfel plus Flüssigkeit. Das Trockenobst entfernen Sie vor der Verwendung. Der Teig, den Sie mit dem Hefewasser herstellen, muss etwas länger gehen als gewohnt.

Achtung: Bei dieser Methode können sich auch unerwünschte Organismen im Wasser vermehren. Schwangere sollten auf diese Hefe-Variante daher verzichten.

Bei uns finden Sie auch Ideen für die Osterdeko. Machen Sie es sich zuhause gemütlich!