Ernährungsministerin Klöckner will Zucker in Baby- und Kindertees verbieten

Zuviel Zucker in Kindertees

Eine Tasse Tee
Eine Tasse Tee - Foto: © karepa

Baby- und Kindertees erleichtern Eltern den Alltag. Viele der fertig zubereiteten Getränke enthalten jedoch jede Menge Zucker. Das ist nicht nur schlecht für die Zähne, sondern steigert auch das Risiko für Übergewicht. Zudem gewöhnen sich schon die Kleinsten schnell an den süßen Geschmack und greifen auch später zu stark gezuckerten Produkten. Bundesernährungsministerin Julia Klöckner (CDU) möchte Zuckerzusatz in Baby- und Kindertees daher verbieten. Lesen Sie auch: So lagern Sie Tee richtig

Das Verbot soll Kräuter- und Früchtetees für Säuglinge und Kleinkinder umfassen. Laut Verordnung dürfen diese dann weder zugesetzten Zucker noch andere Süßungsmittel wie Honig, Malzextrakt, Sirup oder Dicksäfte enthalten. Laut Bundesernährungsministerium sind 37 Produkte von der geplanten Verordnung betroffen. Der Bundesrat muss dem Verbot noch zustimmen.

Neue Hinweispflicht geplant

Laut Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation WHO sollten Kinder unter zwei Jahren überhaupt keine Produkte mit Zuckerzusatz zu sich nehmen. Für Kinder ab zwei Jahren liegt die empfohlene Höchstmenge Zucker bei 25 Gramm am Tag. Das entspricht etwa sechs kleinen Teelöffeln. Die WHO empfiehlt weiterhin, dass Kinder zwischen zwei und 18 Jahren nicht mehr als 227 Gramm Zucker pro Woche über gesüßte Getränke zu sich nehmen.

Um es Eltern und Erziehern leichter zu machen, diese Empfehlungen einzuhalten, sind neue Hinweise auf den Verpackungen von Baby- und Kindertees geplant. Die sollen zum Beispiel dazu anhalten, bei der Zubereitung der Getränke auf Zucker und ähnliche Zusätze zu verzichten. Die Getränkeverpackungen sollen außerdem informieren, ab welchem Alter Kinder die Tees verzehren dürfen. Generell eignen sich Baby- und Kindertees nicht für Kinder unter vier Monaten.
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