Studie zeigt: Hausarbeit ist gut für das Gehirn

Hausarbeit hält fit

Seniorin beim Putzen - Das ist gut fürs Gehirn
Hausarbeit wie Putzen und Abwaschen ist gut fürs Gehirn - Symbolbild: © jörn buchheim - stock.adobe. com

Dass Hausarbeit nicht immer Spaß macht, liegt auf der Hand. Wer sich bislang eher zierte, wieder einmal Staubsauger, Wischmopp und Fenstersauger zu nutzen, könnte sich von einer neuen Studie doch noch überzeugen lassen. Wissenschaftler fanden heraus, dass Hausarbeit für die Gesundheit des Gehirns älterer Menschen von Vorteil sein kann.

Mehr Hausarbeit, größeres Gehirn

In einer kürzlich durchgeführten Studie am Rotman Research Institute (RRI) in Toronto zeigte sich, dass ältere Erwachsene, die mehr Zeit mit Hausarbeit verbrachten, ein größeres Gehirn aufwiesen. Die Größe des Gehirns wiederum gilt unter Wissenschaftlern als starker Prädiktor für die kognitive Gesundheit. Bislang war bereits klar, dass körperliche Betätigung auch die geistige Gesundheit fördert. Dass dies jedoch auch für Haushaltstätigkeiten gilt, ist eine neue Erkenntnis. Lesen Sie auch: Hausarbeit als Trainingseinheit

Was untersucht wurde

Im Rahmen der Studie untersuchten die Forscher die Zusammenhänge zwischen Hausarbeit, Gehirnvolumen und Kognition. Insgesamt nahmen 66 kognitiv gesunde, ältere Erwachsene teil. Sie unterzogen sich drei Untersuchungen, welche im Baycrest Hospital durchgeführt wurden. Auch mussten die Teilnehmer angeben, mit welchen Tätigkeiten rund um Garten und Haushalt sie sich regelmäßig beschäftigen und wie viel Zeit sie diesen widmen.

Effekte unabhängig von sportlicher Aktivität

Interessant an den Studienergebnissen ist, dass das größere Gehirnvolumen auch unabhängig von der sonstigen sportlichen Aktivität zu beobachten war. Sowohl Hippocampus als auch Frontallappen scheinen folglich tatsächlich zu profitieren, wenn Garten- und Hausarbeit ein fester Bestandteil des Alltags sind.
Um eventuelle Einflussfaktoren, Korrelationen auszuschließen, müssen diese Erkenntnisse nun noch im Rahmen größerer Studien untersucht und gegebenenfalls bestätigt werden. Schließlich handelte es sich um eine recht kleine Studie mit wenigen Probanden. Schon jetzt regelmäßig im Haushalt und rund um das Haus aktiv zu werden, kann jedoch sicherlich nicht schaden. Am besten geht das, wenn Sie einen Haushaltsplan für die Familie erstellen und jeder ein paar Aufgaben übernimmt.

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