Pollenflug: Warum es Allergiker 2018 besonders schwer haben

Pollenflugsaison 2018 startet

Zeitung zum Thema Gesundheit
Foto: © Zerbor

Die Nase läuft, die Augen tränen: Von der Grippewelle geht es dieses Jahr direkt in die Heuschnupfen-Saison. Wer gegen Birke, Erle, Haselnuss, Ulme oder Buche allergisch ist, plagt sich im Frühjahr besonders. 2018 trifft es Allergiker besonders hart. Dieses Jahr ist nämlich ein sogenanntes Mastjahr. Was hat es damit auf sich und wie finden Allergiker Linderung?

Besonders starker Pollenflug erwartet

Mast ist der allgemeine Ausdruck für die Früchte der Bäume. Nun produzieren Bäume aber nicht in jedem Jahr gleich viele Samen. In einem Mastjahr wie 2018 fällt die Samenbildung besonders stark aus. Dadurch sind auch besonders viele Pollen unterwegs. Und die machen Allergikern zu schaffen. Hinzu kommt der rasche Temperaturanstieg in den letzten Tagen. Die Natur erwacht mit einem Mal aus dem etwas verlängerten Winterschlaf. Alles grünt und blüht plötzlich gleichzeitig – und die Pollenproduktion steigt mit einem Mal an. Vor allem Birkenpollen sind in diesem Frühjahr stark unterwegs.

Was tun gegen das Schniefen?

Was können Allergiker gegen die lästigen Symptome tun? Bei leichten Fällen schaffen rezeptfreie Augentropfen und Nasenspray Abhilfe. Außerdem sollten Allergiker ein paar Vorsichtsmaßnahmen einhalten:

  • Schuhe und Jacken sollten ausgeschüttelt und möglichst nicht in den Schlafräumen aufbewahrt werden.
  • Duschen und Haare waschen sollte man am besten abends, um die Pollen nicht mit ins Bett zu nehmen.
  • Der beste Zeitpunkt zum Lüften ist in städtischen Gebieten der frühe Morgen zwischen 6.00 und 8.00 Uhr, in ländlichen Gebieten der Abend zwischen 19.00 und 24.00 Uhr.
  • Häufiges Staubwischen – mit einem feuchten Lappen – und Saugen verringert die Pollenbelastung in der Wohnung. Am besten verwendet man einen Staubsauger mit Hepa-Filter.
  • Für die Fenster gibt zudem es spezielle Pollenfilter.

Bei stärkeren Symptomen empfiehlt es sich, einen Arzt aufzusuchen. Bei 30 bis 40 Prozent der Betroffenen beschränken sich die Symptome nämlich nicht auf die oberen Atemwege, sondern greifen auf die Bronchien über. Asthma kann die Folge sein. Eine frühzeitige Behandlung kann vorbeugen.

Bitte beachten Sie, dass dies nur allgemeine Hinweise sind. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an einen Arzt Ihres Vertrauens!

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