Hygiene und Gesundheit: Forscher raten von Übereifer ab

Übereifer bei Hygiene
Beim Thema Hygiene raten Forscher von Übereifer ab - Symbolbild: © dechevm

Dass ein hygienisch reines Zuhause nicht nur Vorteile mit sich bringen kann, wissen viele Menschen inzwischen. Vor allem bezüglich der Kindergesundheit regen sich immer wieder kritische Stimmen, die darauf hinweisen, dass sich der Körper durchaus auch mit Fremdstoffen auseinandersetzen muss. Im „Journal of Allergy and Clinical Immunology“ haben zwei Forscher das Thema nun noch einmal aufgegriffen.

Gezielte Maßnahmen wichtiger als Perfektion

Wie die Forscher Sally Bloomfield und Graham Rook berichten, habe sich in der Pandemie gezeigt, dass nicht alle Menschen ein Gespür dafür haben, wo die Grenze zwischen angemessener und übertriebener Sauberkeit verläuft. Beide betonten dabei, dass die empfohlenen Hygienemaßnahmen sinnvoll seien, eine großflächige und intensive Reinigung von Böden oder Gegenständen hingegen nicht. Es ist folglich nicht schlimm, wenn das eigene Zuhause nicht bis in die letzte Ecke lupenrein glänzt. Viel wichtiger ist es, die Bedeutung persönlicher Hygiene mit einer entspannten Grundhaltung bezüglich des Wohnumfeldes zu kombinieren. Lesen Sie dazu auch: Hände waschen als Schutz vor dem Coronavirus

Reinigungsmittel und Allergien

Abgesehen von der Tatsache, dass das menschliche Immunsystem mit etwas Schmutz einen durchaus angemessenen Trainingspartner genießt, könnten im Haushalt weitere Risiken lauern. So weisen einige Studien darauf hin, dass Reinigungsmittel und der regelmäßige Kontakt zu ihnen eine Rolle bei der Entwicklung von Allergien und anderen Erkrankungen spielen könnten. Daher empfiehlt es sich, die Exposition gering zu halten und vor allem Kinder nicht häufig Putzmitteln und den enthaltenen Substanzen auszusetzen. Versuchen Sie doch mal Omas Putztipps! Damals gab es noch keine 1000 Reinigungsmittel. Man hat mit einfachen Hausmitteln geputzt.

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