Die größten Keimschleudern im Haushalt

Hygiene im Haushalt ist den meisten Menschen doch sehr wichtig.Fun germ
(Übertriebene Sauberkeit im Haushalt ist auch nicht gut! )
Selbst Putzmuffel mögen es in Küche, Bad und Wohnräumen sauber und aufgeräumt. Gerade das Badezimmer steht im Generalverdacht, ein Hort für Keime und Bakterien aller Art zu sein. Und doch lauern die größten Hygienefallen gar nicht auf der Toilette – sondern tatsächlich in der Küche.
( Lesen Sie unsere Tipps zur Badreinigung!)
Das zeigt nun auch eine Studie der Gesundheits- und Sicherheitsorganisation NSF International. Vor allem warme, feuchte Plätze sind eine bevorzugte Brutstätte von Bakterien. Diese Orte sollten Sie daher beim nächsten Hausputz besonders gründlich reinigen:

  • Auf Schneidebrettern sammeln sich gerne zahlreiche Keime an. Hier werden Obst, Gemüse, Fisch und Fleisch im Rohzustand verarbeitet. Leichter zu reinigen sind Schneidebretter ohne Poren; außerdem sollte man unterschiedliche Bretter für Fisch, Fleisch und Obst, Gemüse sowie Brot verwenden.
  • An Herdreglern sammelt sich überraschend viel Schmutz – und damit siedeln dort auch viele Bakterien. Für eine gründliche Reinigung sollte man die Regler wenn möglich abschrauben und in heißer Seifenlauge waschen.
  • Die Arbeitsplatte in der Küche sollte mindestens einmal am Tag mit heißem Wasser und Spülmittel gereinigt werden. Auch hier sind porenlose Materialien von Vorteil. Besonders hygienisch ist Edelstahl.
  • Unsere Hände sind die wahrscheinlich größten Keimüberträger – und damit auch alles, was wir berühren, etwa die Regler von Wasserhähnen und die Griffe von Kühlschranktüren. Beides sollte daher nach dem Kochen gründlich gereinigt werden.
  • Auch in der Kaffeemaschine lauern Keime, nämlich im Wassertank. Wasserreste führen zu Kalkablagerung und hier finden Bakterien eine Brutstätte. Der Wassertank sollte daher nach dem Kaffeekochen ausgewischt werden, in regelmäßigen Abständen empfiehlt sich das Entkalken mit einer Essiglösung.
  • Einige typische Bakterienherde finden sich dann doch im Bad. Dazu gehört unter anderem der Zahnbürstenhalter. Ein wenig Wasser tropft doch immer von den Zahnbürsten hinab; wird der Zahnbürstenhalter regelmäßig mit heißem Wasser oder in der Spülmaschine ausgewaschen, haben Bakterien weniger Chancen, sich anzusiedeln.
  • Die Küchenspüle sollte nach der Benutzung ebenfalls gründlich gereinigt werden. Es muss nicht unbedingt ein scharfes Desinfektionsmittel sein, Spülmittel, Haushaltsreiniger und heißes Wasser gehen schon vielen Keimen an den Kragen.
  • Die größte Keimschleuder im Haushalt ist allerdings der Küchenschwamm. Er wird regelmäßig feucht, liegt in der warmen Küche – ein ideales Klima für Bakterien. Schwämme und Küchentücher sollte daher etwa alle zwei Wochen ausgetauscht und entweder gewaschen oder entsorgt werden. Küchentücher aus Microfaser sind noch praktischer, da sie sich auch bei heißen Temperaturen in der Waschmaschine waschen lassen.

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(Foto: © julien tromeur)