Foodwatch findet Mineralölrückstände in Schokolade

Schokolade getestet ....

Schokolade
Foto: © yvdavid

Die Verbraucherorganisation Foodwatch hat sich mehrere beliebte Süßigkeiten und Chips vorgenommen und diese auf gesundheitsschädliche Mineralöle hin untersucht. Die sogenannten aromatischen Mineralöle, kurz MOAH, gelten als möglicherweise krebserregend und erbgutverändernd. Auch gesättigte Mineralöle, sogenannte MOSH, wies Foodwatch in den Naschereien nach. Diese können sich im Körper anreichern und die Organe schädigen. In der Lebensmittelindustrie wird Mineralöl als Schmiermittel für Maschinen verwendet, auch Verpackungen können Rückstände aufweisen. So können MOAH auch in die Nahrungsmittel selbst gelangen. ( Lesen Sie auch: Wie Schokoladenflecken entfernen? ]

Auch Kinder-Riegel mit Mineralöl belastet

Im Labortest von Foodwatch schnitten drei Süßigkeiten besonders schlecht ab, wie der Spiegel berichtet: „Kinder-Regiel“ von Ferrero, „Fioretto Nougat Minis“ von Lindt und“ Sun Rice Classic Schoko Happen“ der Firma Rübezahl. Die beliebten „Kinder-Riegel“ enthielten sowohl einen hohen Anteil MOAH als auch MOSH. Andere Produkte von Ferrero schnitten im Labortest dagegen gut ab.

Laut Foodwatch habe die Organisation die betreffenden Hersteller informiert und zum Rückruf der Produkte aufgefordert. Die Hersteller hätten sich aber bislang geweigert, die Produkte aus dem Verkauf zu nehmen.

Mineralöle aus der Produktionskette verbannen

Der Bundesverband der Süßwarenindustrie (BDSI) kennt das Problem mit Mineralöl in der Schokolade bereits seit längerem. Stiftung Warentest wies beispielsweise mehrmals Mineralölrückstände in der Schokolade in Adventskalendern nach. Den Verzehr von Schokolade, die mit aromatischen Mineralölen verunreinigt sei, bezeichnete der Verband als „unbedenklich“. Das steht im Widerspruch zu Aussage der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA), die MOAH auch in kleinen Mengen als erbgutschädigend einstuft.

Aldi Süd und Lidl haben nach eigenen Angaben ihre Zulieferer dazu angehalten, nur noch mineralölfreie Produktionsmittel zu verwenden, um MOAH und MOSH ganz aus der Produktionskette zu verbannen. Weitere Infos gibt es auf der Webseite von Foodwatch: https://www.foodwatch.org/de/startseite/
(Foto: © yvdavid)

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