Studie: Fast Food steigert das Risiko für Demenz

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Dass Pommes, Burger und Currywurst nicht gerade gesund sind, ist bekannt. Hin und wieder greifen die meisten Menschen dennoch zu Fast Food. Eine aktuelle Metastudie zeigt nun: Fast Food fördert nicht nur Übergewicht und Herzkreislauf-Erkrankungen, es kann sich auch negativ aufs Gehirn auswirken.

Der Zusammenhang zwischen Fast Food und Demenz

Informationen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zufolge, steigt die Zahl der Demenzerkrankungen weltweit stark an. Derzeit liegt sie bei rund 50 Millionen Personen. Die WHO prognostiziert, dass sie bis zum Jahr 2050 auf bis zu 150 Millionen Betroffene ansteigt. Diese Entwicklung hängt auch mit einer ungesunden Ernährung zusammen. Forscher der Australian National University haben den Zusammenhang zwischen dem Verzehr von Fast Food und der Entwicklung von Demenz untersucht. Für die Metastudie wurden 200 internationale Studien verglichen und ausgewertet. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Forscher im Fachmagazin „Frontiers in Neuroendocrinology“.

Vorangegangene Studien haben bereits gezeigt, dass ein Zusammenhang zwischen Typ 2 Diabetes und einem Nachlassen der kognitiven Fähigkeiten bis hin zur Demenz besteht. Die aktuelle Studie bestätigt, dass ein höherer Blutzuckerspiegel zu einer rapiden Neurodegeneration führen kann. Darüber hinaus kommen die Forscher zu dem Schluss, dass die negativen Effekte bereits in einem sehr viel früheren Lebensstadium auftreten können als angenommen. Ein erhöhtes Demenzrisiko bestehe zudem auch bei Personen, die viel Fast Food zu sich nehmen, ohne bislang einen Typ 2 Diabetes entwickelt zu haben.

Schäden sind bereits ab dem mittleren Alter irreversibel

Laut der Forschergruppe essen viele Menschen zum einen zu viel und zum anderen das Falsche. Im Vergleich zu den 1970er Jahren nehmen die Menschen heute pro Tag durchschnittlich 650 Kilokalorien zu viel zu sich. Die überhöhte Kalorienaufnahme und der häufige Verzehr von Junk Food führe zu Schäden, die sich nicht mehr wieder rückgängig machen ließen, sobald eine Person das mittlere Alter erreicht hat. Daher sei es wichtig, bereits in jungen Jahren auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung zu achten. Nimmt die Gehirnleistung erst einmal ab, lässt sich dem nur schwer entgegenwirken. Die Bemühungen beginnen den Forschern zufolge außerdem zu spät, nämlich meist erst, wenn die betroffenen Personen jenseits der 60 sind.
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