Ernährung: Es tobt ein unnötiger Kampf

Kampf um die Ernährung
Es tobt ein Kampf um die gesunde Ernährung - Symbolbild: ©Racle Fotodesign - stock.adobe. com

Das Thema Ernährung sorgt in diesen Tagen für besonders emotionale und oft erbitterte Diskussionen. Durch die mediale Aufmerksamkeit, die Ernährung in Bezug auf ihr Klimaschutz-Potenzial erhält, fühlen sich weitere Akteure dazu ermutigt, vor allem in Social Media die „ideale Ernährung“ zu zeigen. Hierbei allerdings ergeben sich zahlreiche Fallstricke, weshalb es Verbraucher von heute immer schwerer haben, den Durchblick zu behalten.

Ernährung ist kein Schwarz-Weiß-Thema

Ein Gefühl drängt sich zunehmend auf, wenn es um Ernährung geht: Verbraucher können viel falsch machen und nur sehr wenige Wege führen zu einem wirklich gesunden Speiseplan. Oft ist hier von glutenfreier, zuckerfreier und rein pflanzlicher Ernährung die Rede. Auch Zusatzstoffe sind inzwischen stark mit Ängsten besetzt.
Das Problem dabei ist: Die meisten Behauptungen rund um gesunde Ernährung sind kaum belegbar und teilweise sogar längst widerlegt. Für den durchschnittlichen Verbraucher reicht es aus, sich an den zehn Regeln der Deutschen Gesellschaft für Ernährung zu orientieren. Der vollständige Verzicht auf Zucker oder auch tierische Lebensmittel lässt sich nicht rechtfertigen und auf Gluten verzichten muss nur, wer eine entsprechende Grunderkrankung hat. Lesen Sie auch: Gesund kochen – So gehts

Essstörungen auf dem Vormarsch: Ein Resultat der Angst?

Derzeit berichten Experten von steigenden Zahlen bei Essstörungen. Vor allem bei jungen Menschen werden Störungen des Essverhaltens oder auch der Wahrnehmung immer häufiger festgestellt, wobei die genauen Ursachen noch unklar und sicher an mehreren Stellen zu suchen sind.
Ein nicht unbeträchtlicher Teil der Gründe könnte jedoch in den sozialen Medien liegen. Nicht nur das oft übermäßig perfekte Körperideal spielt hier eine Rolle, sondern auch die Angst, die Nutzern vor Nahrungsmitteln gemacht wird. Schon lange fordern Medien- und Gesundheitsexperten daher bessere Möglichkeiten, Fehlinformationen zu kennzeichnen und aus dem Verkehr zu ziehen. Wie diese Regulierung in Zukunft aussehen könnte, bleibt unklar.

Um die eigene Ernährung möglichst gesund und abwechslungsreich zu gestalten, empfiehlt es sich einen Essensplan für eine Woche oder einen Monat zu erstellen.

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