Stiftung Warentest: Was taugen Diätpillen und Abnehmpulver?

Diätpräparate im Test 2019

Zeitung mit Verbrauchertipps
Foto: © Zerbor

Gänsebraten, Rotkohl, Raclette und ganz viele Plätzchen: Über Weihnachten und Silvester hat sich so mancher ein paar Pfunde mehr angefuttert. Zum neuen Jahr ist dann das Verlangen groß, die Pölsterchen schnell wieder los zu werden. Mit Pillen und Pulvern soll das ganz einfach funktionieren. Doch kann das wirklich klappen? Stiftung Warentest hat verschiedene Schlankheitsmittel auf den Prüfstand gestellt, darunter freiverkäufliche ebenso wie rezeptpflichtige Präparate. Wie gut sind Diätpillen, Abnehmpulver und Formula-Diäten wirklich?

Rezeptpflichtige Mittel überzeugen eher

Schlankheitsmittel setzen auf unterschiedliche Wirkstoffe, die zur Gewichtsabnahme führen sollen. Orlistat blockiert zum Beispiel die Enzyme, die für die Aufspaltung von Fettmolekülen zuständig sind. So sollen weniger Nahrungsfette ins Blut gelangen. Ab einem Wirkstoffgehalt von 120 mg pro Kapsel ist Orlistat rezeptpflichtig. Stiftung Warentest testete sowohl die verschreibungspflichtige als auch die frei verkäufliche Variante. Bei den höher dosierten Präparaten konnte die Studienlager eher überzeugen. Den Testern zufolge ist tatsächlich eine Gewichtsabnahme möglich, allerdings weisen sie auf Nebenwirkungen wie Übelkeit und Durchfall hin.

Andere Schlankheitsmittel enthalten Amphetamine. Vier solcher Präparate hat Stiftung Warentest im Test untersucht – und rät von den verschreibungspflichtigen Mitteln ab. Zahlreiche Nebenwirkungen sowie das Abhängigkeitspotenzial stünden der Einnahme entgegen.

Formula-Diäten als Einstieg in eine Ernährungsumstellung

Ebenfalls im Test: Formula-Diäten. Dabei werden Pulver mit Milch oder Wasser zu einem Shake angerührt, der eine oder mehrere Mahlzeiten am Tag ersetzt. Solche Diäten eignen sich laut Stiftung Warentest bei starkem Übergewicht als Start für eine Ernährungsumstellung. Sie sollten allerdings nicht langfristig angewendet werden. Isst man nach der Formuladiät weiter wie bisher, droht außerdem der Jojo-Effekt.
Lesen Sie auch: Gesund kochen – So gehts!