Unterstützung für Bienen: Diese 10 Tipps helfen den Nützlingen

So helfen Sie Bienen

Biene auf einer Blüte
Foto: © Phils Photography

Bienen sind wichtige Nutztiere. Zahlreiche Lebensmittel entstehen nur, da Bienen die Blüten auf den Feldern bestäuben. Doch die nützlichen Insekten sind bedroht. In Europa und Nordamerika sterben immer mehr Bienenvölker. Wer Bienen helfen und etwas für den Naturschutz in seiner Region tun möchte, findet hier zehn hilfreiche Tipps. Ein eigener Garten ist nicht notwendig und selbst Menschen ohne Balkon können Bienen helfen, mehr Nahrung zu finden.

Tipp 1: Säen Sie bienenfreundliche Pflanzen

Zum Überleben benötigen Bienen vor allem geeignete Nahrung. Die bieten einheimische Wildpflanzen. Wer einen Garten oder Balkon hat, sollte auf eine abwechslungsreiche Bepflanzung mit einheimischen Bäumen, Sträuchern und Kübelpflanzen achten und eine Mischung aus früh- bis spätblühenden Pflanzen wählen. Zu den Frühblühern gehören zum Beispiel Haselnuss und Kornelkirsche, ebenso Schneeheide und der zweiblättrige Blaustern, die auch in Kübeln wachsen. Im Spätsommer blühen Stockrosen, Fetthenne, Efeu, Herbsteisenhut und die Wiesen-Flockenblume. Für Feld und Kübel eignen sich Kornblumen, Wild-Malven und Natternkopf.

Tipp 2: Werfen Sie Samenbomben aus

Sie haben keinen Garten oder Balkon? Dann werfen Sie auf dem Weg zur Arbeit oder beim Spaziergang Samenbomben aus. Das sind kleine Kügelchen aus Komposterde, Ton und Blumensamen, die am Wegesrand und auf freien Feldern Wildblumen wachsen lassen.

Tipp 3: Bieten Sie Bienen Nistplätze an

Ein Bienenhotel bietet Wildbienen einen Nistplatz und Unterschlupf. Bienenhotels gibt es fertig zu kaufen, aus einer Holzkiste und einigen Bambusrohren lassen sie sich auch einfach selber bauen. Bienenhotels können Sie im Garten oder am Balkon anbringen. Und keine Angst: Die meisten Wildbienen-Arten stechen nicht. Im Gegensatz zu Honigbienen leben die meisten Wildbienen nicht in Staaten, sondern bauen einzelne Nester und ziehen ihren Nachwuchs selber groß. Es schwirren also nicht gleich Tausende Tiere um Sie herum.

Tipp 4: Stellen Sie Bienentränken auf

Wollen Sie nicht gleich ein ganzes Bienenhotel aufhängen, bieten Sie den Bienen doch etwas zu trinken an. Denn auch Bienen haben an heißen Sommertagen Durst. Als Bienentränke reicht eine flache Schale Wasser mit einigen Steinen darin.

Tipp 5: Verzichten Sie auf Pestizide

Verzichten Sie auf Unkrautvernichtungsmittel. Viele Pestizide sind auch für Bienen giftig. Die Unkrautvernichtung entzieht ihnen zudem eine wichtige Nahrungsquelle. Entfernen Sie Unkraut falls nötig von Hand.

Tipp 6: Verwenden Sie keine chemischen Insektenvernichtungsmittel

Insektenvernichtungsmittel sollen Pflanzen vor Schädlingen schützen. Leider schaden sie auch nützlichen Insekten wie Bienen. Die umweltfreundlichere Alternative sind Nützlinge wie Marienkäferlarven und Schlupfwespen. Die machen Blattläusen und anderen Schädlingen auf natürliche Weise den Garaus.

Tipp 7: Wählen Sie Bio-Saatgut

Pflanzen Sie im Garten oder auf dem Balkon eigenes Gemüse an, verwenden Sie ausschließlich Bio-Saatgut oder die Samen von Bio-Gemüse. Herkömmliches Saatgut ist häufig mit Pflanzenschutzmitteln behandelt.

Tipp 8: Übernehmen Sie eine Bienenpatenschaft

Mit einer Bienenpatenschaft unterstützen Sie Honigbienen. Sie zahlen einen kleinen monatlichen Betrag an einen Imker und erhalten im Gegenzug Honig von Ihren „Patenkindern“.

Tipp 9: Kaufen Sie Honig aus der Region

Fast 80% unseres Honigs stammt aus dem Import. Supermarkt-Honig besteht häufig aus einer Mischung von Honigen aus Nicht-EU-Ländern. Um Bienenvölker aus der Region zu unterstützen, ist es sinnvoller, einheimischen Honig zu kaufen. Erkundigen Sie sich, welche Imkereien es in Ihrer Nähe gibt und wo diese ihren Honig verkaufen.

Tipp 10: Kaufen Sie Bio-Lebensmittel

Lebensmittel aus ökologischer Landwirtschaft sind bienenfreundlicher als Produkte aus herkömmlichen Anbau. Bio-Landwirte verzichten auf bienenschädliche Pestizide.
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