Kamineinbau: Auf Sicherheit kommt es an!

Ein paar Sicherheitstipps rund ums Kaminfeuer

Kamin in der Wohnung
Sicherheit sollte beim Betrieb eines Kaminofens an erster Stelle stehen! / Foto: © lawcain

Vieles spricht für ein Einbau eines Kaminofens in den eigenen vier Wänden: Wohlige Wärme, Gemütlichkeit und bei modernen Modellen sogar gesteigerte Energieeffizienz. Kein Wunder also, dass sich viele Hausbesitzer diesen Wunsch früher oder später erfüllen wollen. Vor dem Einbau und auch später gilt es allerdings, sicherheitsrelevante Aspekte zu berücksichtigen.

Welcher soll es sein? – Gaskamin, Elektrokamin oder Holzkamin

Am Beginn des Projektes „eigener Kamin“ steht die Frage nach dem passenden Modell. Die Art der Befeuerung nämlich ist nicht immer gleich. So gibt es klassische Kaminöfen, die mit Holz beheizt werden. Sie gelten als besonders gemütlich und traditionell, schaffen ein warmes Licht im Wohnraum und sorgen auch für das typische Knistern. Mit Holz verbunden ist jedoch auch ein gewisser Schmutz. Der Ofen muss dementsprechend häufiger von Asche und Ruß befreit werden.

Alternativ zu Holz als Brennstoff bietet sich inzwischen auch Gas an. Gaskamine erweisen sich als sauberer, lassen sich meist per Knopfdruck steuern und der Aufwand der Brennstoffbeschaffung entfällt. Zudem sorgen Gaskaminöfen für eine schadstoffärmere Verbrennung. Der wohlig-warme Feuereffekt bleibt bei Gas ebenfalls erhalten. Schadstoffarm sind auch Elektro-Kaminöfen. Sie werden mit Strom aus der Steckdose betrieben, wobei das Feuer nicht echt, sondern eine Projektion ist. Elektrokamine kommen ohne Staubentwicklung aus, lassen jedoch das klassische Kaminfeeling mit Duft und Knistern vermissen.
( Lesen Sie auch: Kachelofen richtig heizen )

Voraussetzungen und Kamineinbau

Ein Kamin kann selbstverständlich nicht einfach so eingebaut werden. Einige wichtige Voraussetzungen muss nicht nur das Modell selbst erfüllen, denn auch die gesamte Anlage sollte auf den Einbau abgestimmt sein. Nur passende Abzüge sorgen dafür, dass der Kamin dauerhaft sicher genutzt werden kann, wobei Elektrokaminöfen die Ausnahme bilden.

Konkrete Sicherheitstipps und Ratschläge rund um den Einbau liefert nur die Beratung durch einen Fachmann. Er kennt sich mit den nötigen Voraussetzungen aus und wird den Einbau professionell vornehmen. Von der Selbstmontage ist dringend abzuraten, denn dies kann nicht nur große Gefahren, sondern im Zweifel auch versicherungsrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen.
Dies gilt ganz besonders für Holz und Gaskamine!
Diesen Sicherheitshinweis haben wir in einem Fachportal gefunden:

“ …. Von der Eigenmontage eines Gaskamins raten wir Ihnen in jedem Falle ab. Da es sich bei Gaskaminen um hochkomplexe technische Produkte handelt, benötigen Sie zur Installation besonderes Wissen und Know-how. Allein die Durchführung des Anschlusses an die Luft-Abgasleitung ist für einen Laien kaum zu bewerkstelligen. Darüber hinaus geht es auch um versicherungstechnische Fragestellungen sowie um ihre eigene Sicherheit und um die ihrer Familie. … “
Quelle: https://www.ofen.de/gaskamin ( Internetauftritt der AA-Kaminwelt, ein traditionsreiches Familienunternehmen, mit mehr als 10 Jahren Erfahrung im Bereich Ofen, Kamine, Schornstein, Heizung und Outdoor-Feuer.)

Also Finger weg und Fachmann machen lassen!

Auch die Feuerwehr gibt wichtige Tipps zum Betrieb eines Kaminofens

Kaminbrände vermeiden
Vorsorgemaßnahmen und Sicherheitstipps der Feuerwehr
https://www.hamm-sieg.de/hamm/de/Feuerwehr/Hinweise/
( Informationen der Freiwilligen Feuerwehr Hamm (Sieg))

Wer einen Kaminofen in seiner Mietwohnung aufstellen möchte, sollte vorab das Einverständnis seines Vermieters einholen.

Sicherheit rund um den Kamin: Das ist wichtig

Es liegt in der Natur der Sache, dass Kaminöfen heiß werden. Insbesondere für Kinder und Haustiere geht daher eine gewisse Gefahr von ihnen aus. Daher ist es wichtig, dass der Bereich rund um den Kaminofen nicht als Spiel- und Aufenthaltszone genutzt wird. So lange der Kamin heiß ist, sollten Kinder nicht unbeaufsichtigt im gleichen Raum spielen. Für zusätzlichen Schutz sorgen spezielle Kaminschutz-Gitter, die den Sicherheitsabstand markieren. Hier sollten die Stäbe oder Gitter so gestaltet sein, dass nicht hindurch gegriffen werden kann. Auch muss das Gitter stabil stehen, sodass es nicht einfach umfällt.

In Sachen Abstand spielt auch Brandschutz eine besondere Rolle. Auf heißen Kaminen sollte niemals etwas abgelegt werden. Brennbare Gegenstände wie Zeitungen, Wäsche, Vorhänge oder Möbelstücke müssen weit genug entfernt stehen, damit sie nicht Feuer fangen. Experten können den konkret erforderlichen Sicherheitsabstand definieren. Sollte sich rund um den Kamin brennbarer Bodenbelag befinden, schützen spezielle Platten vor Schäden.
Natürlich sollten Sie nur geprüfte Kamine seriöser Hersteller aufstellen!
Bekanne Kamin-Hersteller sind zum Beispiel:

  • Faber
  • Kratki
  • Aduro
  • Invicta
  • Leda Werk GmbH
  • La Nordica
  • Es gibt viele weitere gute Hersteller von Kaminöfen!
  • Um die Sicherheit der gesamten Familie zu gewährleisten, sollte in der Wohnung ein CO2-Melder verwendet werden. Das gilt insbesondere für Holz-Kaminöfen. Er zeigt eine vermehrte Bildung des geruchlosen Gases in der Raumluft an und beugt lebensgefährlichen Situationen vor. Natürlich sollten Kamine regelmäßig gewartet und gereinigt werden, um Brände und Rauchgasaustritt zu verhindern. Der Fachmann sollte daher auch den Schornstein regelmäßig säubern.
    Tipp: Lesen Sie auch unsere Anleitung zum Heizkörper reinigen!