Edeka: Wurst und Käse in der Mehrwegdose

Weniger Plastikmüll beim Einkaufen

Zeitung mit Verbrauchertipps Foto: © Zerbor

Ein herkömmlicher Einkauf im Supermarkt produziert jede Menge Müll. Selbst Verbraucher, die zu losem Obst und Gemüse greifen, müssen noch zahlreiche Plastikverpackungen kaufen. Auch Wurst und Käse von der Frischetheke kommt in Plastik eingewickelt daher. Wer mit eigener Tupperdose an die Wurst- oder Käsetheke spaziert, um sich seine Produkte einpacken zu lassen, hat meist Pech. Aus hygienischen Gründen ist das Befüllen kundeneigener Behälter nicht erlaubt. Die Supermarktkette Edeka hat sich jetzt etwas Neues einfallen lassen, um den Plastikmüll zu reduzieren: In ausgewählten Märkten testet sie Mehrwegdosen an Wurst- und Käsetheken. Lesen Sie auch: Fleisch und Wurst lagern

Mehrwegsystem im Test

Der Unterschied zur selbst mitgebrachten Tupperdose: Die Kunden kaufen Wurst und Käse und lassen es in die Mehrwegdose legen. Für die Dose fällt ein Aufpreis von vier bis fünf Euro an. Beim nächsten Einkauf bringen sie die Dose wieder mit und geben sie in eine Sammelbox. Dort können sie kostenlos eine neue Dose mitnehmen. Die zurückgegebenen Behälter werden gereinigt und gehen sauber wieder in die Frischetheke. Auf diese Weise werden die Hygienevorschriften eingehalten und gleichzeitig der Plastikmüll reduziert. Auch die Edeka-Mehrwegdosen bestehen allerdings noch aus Plastik. Noch umweltfreundlicher wären Behälter aus Glas oder Edelstahl.

Edeka testet das Mehrwegsystem zunächst in Büsum in Schleswig-Holstein. Da die Edeka-Kaufleute selbständig sind, können sie selbst entscheiden, ob sie das System übernehmen möchten. Das Interesse sei bereits groß, heißt es aus der Geschäftsleitung. In einigen inhabergeführten Edeka-Geschäften gibt es zudem bereits ähnliche Möglichkeiten.
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