Großbritannien fordert Verbot von Mikroplastik in Kosmetik

Verschiedene Kosmetikprodukte Foto: © shishiga

Ein Gesichtspeeling oder ein Körperpeeling tut gut und entfernt alte Hautschuppen. Das Problem: Diese und viele weitere Kosmetikprodukte enthalten Mikroplastik. Diese kleinen Plastikkügelchen gelangen über das Abwasser ins Meer, werden dort von Fischen verschluckt und landen irgendwann wieder auf unserem Teller. Die Mitglieder des Umweltprüfungsausschusses in Großbritannien fordern jetzt sogar ein Verbot von Mikroplastik.

Kunststoffpartikel gelangen ungefiltert ins Meer

Als Mikroplastik werden Kunststoffpartikel bezeichnet, die kleiner als fünf Millimeter sind. In Kosmetik kommen sie vielfältig zum Einsatz, finden sich nicht nur in Peelings, sondern auch in Duschgels, Waschgels und Lippenstiften. Was unsere Haut zart und glatt oder unsere Zähne sauber machen soll, birgt ein Problem: Kläranlagen können die winzigen Partikel nicht aus dem Abwasser filtern. Allein in Großbritannien gelangen so rund 86 Tonnen Mikroplastik aus Gesichtspeeling in die Umwelt.

Alternativen zur Kosmetik mit Mikroplastik

Pflegende Kosmetik braucht nun aber gar keine Mikroplastik. Ein Körperpeeling können Sie zum Beispiel ganz einfach aus Quark mit etwas grobem Meersalz selbst machen. Für das Gesicht können Sie ebenfalls Meersalz verwenden. Oder Sie kaufen Pflegeprodukte mit rein natürlichen Inhaltsstoffen, wie etwa zerkleinerten Aprikosenkernen. So gut wie alle Naturkosmetikhersteller haben entsprechende Produkte im Sortiment. Kosmetik mit Mikroplastik erkennen Sie an Zusätzen wie Polyethylen (PE) oder Polypropylen (PP).

Lesen Sie auch: Kaugummi im Haar entfernen

Foto: © shishiga