Studie: So viel Restmüll entsorgen die Deutschen

Verschiedene Mülltonnen
Foto: © Thomas Söllner

Pro Kopf fällt in Deutschland nur noch rund halb so viel Restmüll an wie vor 30 Jahren. Das zeigt eine Studie des Umweltbundesamtes (UBA). Im Jahr 1985 entsorgte jeder Verbraucher noch 239 Kilo Restmüll, im Jahr 2018 waren es 128 Kilogramm. Das hängt aber nicht damit zusammen, dass wir tatsächlich weniger Abfall produzieren. Vielmehr macht sich die Mülltrennung bemerkbar.

Deutsche trennen ihren Müll sorgfältiger als vor 30 Jahren

Das UBA hat sich Abfallstichproben angesehen und analysiert, was die Deutschen eigentlich in die Restmülltonne werfen. Darüber hinaus wurde erhoben, wie viel Müll insgesamt anfällt. Wenig überraschend waren die Mülltonnen in den Städten voller als auf dem Land. Im Vergleich mit dem letzten Erhebungszeitraum von 1983 bis 1985 zeigt sich zudem, dass die Deutschen bei der Mülltrennung hinzugelernt haben. Wertstoffe wie Altpapier, Altglas und Plastik landeten 1985 oft noch in der Restmülltonne. Das hat sich längst geändert: Die meisten Deutschen nehmen die Mülltrennung sehr ernst und entsorgen bis zu 80 Prozent weniger Altglas, Altpapier, Metalle und Kunststoffe über den Restmüll.

Immer noch zu viele Wertstoffe im Restmüll

Dennoch fand das UBA immer noch zu viele Wertstoffe in der grauen Tonne: 27,6 Prozent des Abfalls aus der Restmülltonne bestand aus Wertstoffen wie Aludosen, Getränkeflaschen oder Elektrogeräten. Tatsächlicher Restmüll machte der Studie zufolge nur 32,6 Prozent des analysierten Abfalls aus. Den größten Anteil bildete mit 39,3 Prozent Bio-Abfall.

Zum Restmüll zählen etwa Staubsaugerbeutel, Windeln und Hygieneprodukte, Zigarettenkippen, zerbrochenes Geschirr oder auch Fotos. Auch Feinmüll wie Kehricht oder Asche darf in die Restmülltonne gegeben werden. Erfahren Sie bei uns auch wie man die Mülltonne reinigen kann.

Problem- und Schadstoffe gehören nicht in den Hausmüll

Problem- und Schadstoffe wie alte Batterien und Akkus, flüssige Farben und Lacke, Lösemittel und Energiesparlampen dürfen gar nicht in den Hausmüll, sondern müssen fachgerecht entsorgt werden. Daran halten sich die meisten Verbraucher. Mit 0,5 Prozent machten diese Stoffe aber dennoch einen kleinen Anteil des im Restmüll gefundenen Abfalls aus. Besonders problematisch sind dabei Batterien und Akkus, die das UBA in mehr als 60 Prozent aller Abfallstichproben fand.
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