Staubsaugerroboter: Die neue Generation von der IFA 2017

Was moderne Saugroboter alles können

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Foto: © Zerbor

Hausarbeit kann so schön sein – wenn man sich entspannt auf der Couch zurücklehnt und einen Roboter den Boden saugen lässt. Viele Verbraucher wissen die praktischen Staubsaugerroboter bereits zu schätzen. Die bisherigen Modelle steckten allerdings noch in den Kinderschuhen. Auf der IFA 2017 stellen Hersteller die neue Gerätegeneration vor.

Mehr Saugkraft, bessere Sensorik

In den Anfangsjahren waren Saugroboter noch nicht sehr sicher in der Wohnung unterwegs. Sie konnten keine Türschwellen bewältigen oder fuhren gegen Schränke. Den Staub aus den Ecken zu entfernen, gelingt auch heute nicht allen kleinen, runden Geräten. Aufgrund der kompakten Größe können die Robos in Sachen Saugkraft auch nicht mit herkömmlichen Staubsaugern mithalten. Wie Stiftung Warentest feststellte, holen Saugroboter nur rund die Hälfte aller Fasern aus dem Teppichflor. Ein guter Bodenstaubsauger beseitigt rund 80 Prozent. Besser schneiden die Robos auf Hartboden ab.

Die Geräte der neuen Generation sollen die Kinderkrankheiten überwunden haben. Auf der IFA stellt Miele zum Beispiel den „Scout RX2“ vor. Dank Schwenkarmen soll er nicht mehr an Möbeln hängenbleiben, zudem bringt er mehr Saugkraft mit als das Vorgängermodell. Kameras dienen ihm als „Augen“, um sich im Raum zurechtzufinden. Der „RX9“ von AEG ist nicht mehr rund, sondern dreieckig. Die Form und die zusätzlichen Seitenbürsten machen es ihm leichter, Kanten und Ecken zu reinigen. Kabel und Teppichkanten sollen für den Saugroboter ebenfalls kein Problem darstellen. Die Robos „DEEBOT OZMO 610“ und „930“ sind mit einem Wassertank ausgerüstet und können nicht nur saugen, sondern auch wischen.

Steuerung per App

Dank weiterentwickelter Sensoren erkennen die Robos mittlerweile Wände, Möbel und andere Dinge, die ihnen im Weg stehen. Die Geräte vermessen den Raum, erkennen, wie groß er ist, und berechnen, wie sie ihn mit möglichst wenig Energieleistung sauber bekommen. Dem „Roxxter“ von Bosch kann man sogar mitteilen, wo er nicht saugen soll. Die neuen Geräte lassen sich per App über das Smartphone steuern. Der „Roxxter“ kann auch über Amazons Sprachassistenten Alexa bedient werden.

Eine weitere gute Nachricht für Verbraucher: Staubsaugerroboter werden günstiger.

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