Sperrmüll: Was gibt es zu beachten?

Tipps zum Thema Sperrmüll

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Foto: © Zerbor

Der Frühling ist traditionell die Zeit des Großreinemachens. Beim Frühjahrsputz soll oft nicht nur Schmutz verschwinden, auch alte Möbel und längst nicht mehr gebrauchter Kram wird aussortiert. Ab auf den Sperrmüll damit. Aber was gilt eigentlich als Sperrmüll und was nicht? Und wo dürfen Sie Ihren Sperrmüll ablagern? Hier erfahren Sie es.

Was ist eigentlich Sperrmüll?

Als Sperrmüll gelten alle Gegenstände, die zu groß für die Restmülltonne sind und die nicht auf anderem Wege entsorgt werden können. In vielen Kommunen gilt allerdings auch eine Maximalgröße. Diese erfahren Sie auf der Webseite Ihres lokalen Entsorgungsunternehmens. Alles, was größer ist, muss erst zerkleinert werden.

Elektrogeräte dürfen ebenfalls nicht überall in den Sperrmüll. In einigen Kommunen, zum Beispiel in Berlin, nimmt das Entsorgungsunternehmen sie mit, in anderen müssen sie auf den Wertstoffhof oder zurück zum Händler gebracht werden. Kleinere Gegenstände müssen über die Restmülltonne entsorgt werden. Gegenstände aus Metall und Kunststoff gehören in die entsprechenden Sammelbehälter oder zum Wertstoffhof. Auch Bauschutt gehört nicht auf den Sperrmüll.

Wie viel Sperrmüll dürfen Sie abstellen?

Die Menge des erlaubten Sperrmülls unterscheidet sich von Kommune zu Kommune. Einige Gemeinden erlauben eine komplette Zimmereinrichtung, bei anderen Gemeinden ist schlicht von „haushaltsüblichen Mengen“ die Rede.

Wo dürfen Sie den Sperrmüll abstellen?

In der Regel vereinbaren Sie mit dem lokalen Entsorgungsunternehmen einen Abholtermin. Zum fälligen Termin stellen Sie den Sperrmüll dann vor dem Haus ab. Einige Gemeinden erlauben das Abstellen an der Straße, andere nur auf dem Gehweg. Genauere Informationen zu örtlichen Regeln gibt es beim Ordnungsamt. Dort erfahren Sie auch, wann Sie den Müll nach draußen stellen dürfen. Meist ist dies erst ab 6 Uhr morgens am Tag der Abholung erlaubt, eventuell auch ab 20 Uhr am Vorabend.

Wie viel kostet die Sperrmüllabholung?

Auch die Kosten für die Sperrmüllabholung sind regional unterschiedlich. Haben Sie Glück, wohnen Sie in einer Gemeinde, die Sperrmüll kostenlos entsorgt. In einigen Kommunen gibt es einmal im Jahr einen kostenfreien Abholtermin. Fallen Kosten an, richtet sich der Preis in der Regel nach Volumen. Bereits bei der Terminvereinbarung müssen Sie die Menge des Sperrmülls schätzen und erhalten einen Kostenvoranschlag. Die Kosten für den ersten Kubikmeter liegen zwischen 30 und 50 Euro, für jeden weiteren Kubikmeter werden etwa 5 Euro berechnet.

Darf man Sperrmüll eigentlich mitnehmen?

Wie sieht es nun aus, wenn Sie im Sperrmüll an der Straße noch gut erhaltene Gegenstände finden, die Sie gebrauchen könnten? Dürfen Sie die einfach mitnehmen? Strenggenommen: Nein. Je nach Gemeinde bleibt der Sperrmüll bis zur Abholung entweder im Besitz des alten Eigentümers oder geht an die Kommune über. Wer einfach etwas mitnimmt, begeht genau genommen Diebstahl. Sehen Sie etwas, was Sie gebrauchen könnten, fragen Sie im Zweifel besser nach, ob Sie es haben dürfen. Viele Kommunen tolerieren die Mitnahme von Möbeln.

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