Single-Haushalte: Kommt die Trendwende?

Statistik zu Single Haushalten
Foto: © Zerbor

Singletum, Partnerschaft oder Familie? Alleine leben, in Beziehung oder Wohngemeinschaft? Ob freiwillig oder nicht, im Jahr 2015 wohnten 39,6 Prozent der Erwachsenen in einem Haushalt ohne Partner. Das zeigt eine aktuelle Auswertung des Statistischen Bundesamtes.

Das ist neuer Rekord. Schon in den Jahren 2013 und 2014 stieg die Zahn der Single-Haushalte in Deutschland an. In einigen Großstädten scheint es jetzt jedoch zur Trendwende zu kommen.

Auf Anfrage der „Welt“ erstellte das Statistische Bundesamt eine Sonderauswertung, welche die Anzahl der Single-Haushalte in den deutschen Bundesländern gegenüberstellt. In Hamburg und in Thüringen ging demnach die Zahl der allein Lebenden im Vergleich zum Vorjahr um 0,7 Prozent zurück, im Saarland um 0,5 Prozent, in Sachsen um 0,6 Prozent. In Hamburg lag die Single-Quote zuletzt bei 48,3 Prozent. Das ist der geringste Wert seit 2009.

Ob sich aus dieser Entwicklung aber bereits eine Trendwende ableiten lässt, ist fraglich. In allen anderen Bundesländern stieg der Anteil der Single-Haushalte weiterhin an. Vor allem in Bremen (+1,3 Prozent), Hessen (+1,0 Prozent) sowie Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen (je +0,9 Prozent) leben mehr Menschen ohne Partner.

In die Kategorie „ohne Partner“ fallen in der Auswertung des Statistischen Bundesamtes allerdings auch Paare, die nicht zusammenleben. Der Anteil tatsächlich partnerloser Singles ist also etwas geringer, als es die Statistik vermuten lässt.

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