Wirkungsvoller Schutz vor Einbrechern

Ein Bund Schlüssel
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Die Zahl der Wohnungseinbrüche steigt in Deutschland. Das geht aus der Polizeilichen Kriminalstatistik 2015 hervor. Zehn Prozent mehr Einbrüche als noch im Vorjahr wurden demnach in 2015 begangen, insgesamt 167.136 Wohnungseinbrüche wurden der Polizei angezeigt – der höchste Stand seit 16 Jahren. Vor allem in Hamburg (plus 20,2 Prozent), Niedersachsen (plus 13,1 Prozent) und Nordrhein-Westfalen (plus 18,1 Prozent) nahm die Zahl der Wohnungseinbrüche zu. Die Einbruchshochburgen sind dem Bericht zufolge Dortmund mit 578,3 Fällen auf 1000 Einwohner, Gelsenkirchen mit 564,3 Fällen auf 1000 Einwohner und Essen mit 527,9 Fällen auf 1000 Einwohner. Sicherer leben die Menschen dagegen in Rostock, Augsburg und München.

Investitionen in Sicherheitsmaßnahmen steigen

Gleichsam steigen auch die Ausgaben der Deutschen in die Sicherheit ihres eigenen Heims. Der Bundesverband Sicherheitstechnik meldet seit Jahren Umsatzzuwächse von mehr als fünf Prozent im Jahr. Im vergangenen Jahr lag das Plus sogar bei 6,9 Prozent.

Doch längst nicht jede Sicherheitsmaßnahme taugt etwas. Laut hupende Alarmanlagen haben zum Beispiel nur wenig Abschreckungspotenzial. Bis der Lärm die Nachbarn alarmiert – wenn diese ihn außerhalb des Hauses überhaupt hören – und diese die Polizei verständigen, sind die Einbrecher längst über alle Berge. Selbst Kameras schrecken laut Aussage der Polizei Einbrecher nur ungenügend ab.

Wie können sich Verbraucher vor Einbrechern schützen?

Wie also können sich Verbraucher vor Wohnungseinbrüchen schützen? Die Polizei rät zu mechanischen Sicherheitsmaßnahmen. Einbrecher schlagen vor allem dort zu, wo sie schnell ins Haus und in die Wohnung kommen. Müssen sie erst mechanische Hindernisse wie Schlösser und Riegel beseitigen, steigen die Chancen, dass die Diebe aufgeben und unverrichteter Dinge von dannen ziehen.

Schwachstellen sind vor allem Terrassen- und Balkontüren sowie Fenster, insbesondere Kellerfenster. Diese sollten mit Sicherheitsriegeln versehen werden. Als wirksam erweisen sich etwa Pilzkopfzapfenschläge und Aufschraubsicherungen nach DIN 18104, die ein Aufhebeln des Fensters verhindern. Zusätzliche abschließbare Fenstergriffe nach DIN 18267 machen Fenster und Glastüren noch sicherer. Haustüren können mit zusätzlichen Schlössern gesichert werden, die ebenfalls der DIN 18104 entsprechen sollten. Zylinderschlösser sollten der Norm 18251 entsprechen.

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