Schnee und Eis: Schutz vor Dachlawinen

Schneelandschaft im Winter
Foto: © Netzer Johannes

Zugegeben, nach weißer Weihnacht sieht es in den weiten Teilen des Landes in diesem Jahr nicht aus. Selbst auf den Bergen wird der Schnee vermisst. Kommt er aber doch, trifft er viele Menschen doch immer wieder unvorbereitet. Gerade Hausbesitzer sollten allerdings ihre Pflichten bei Eis und Schnee kennen.

Eigentümern obliegt die Verkehrssicherheitspflicht

Eigentümern obliegt nämlich die sogenannte Verkehrssicherheitspflicht. Sie haben dafür zu sorgen, dass vorhersehbare Gefahren für Dritte umgehend beseitigt werden. Die Wege auf ihrem eigenen Grundstück müssen Eigentümer daher frei von Schnee und Eis halten.

Fällt jetzt richtig viel Schnee und bricht klirrende Kälte über das Land hinein, türmt sich das Weiß auf den Dächern und an den Dachrinnen bilden sich Eiszapfen. Das sieht malerisch aus, kann aber zur akuten Gefahr werden. Abrutschende Dachlawinen und herabstürzende Eiszapfen können Passanten verletzen.

Vor Dachlawinen warnen

Hausbesitzer sollten Passanten daher vor der Gefahr einer Dachlawine warnen. Dazu gehört das unverzügliche Aufstellen eines Warnschildes an der betroffenen Stelle. Darüber hinaus muss das Dach von der weißen Last befreit werden. Bevor Hausbesitzer selbst aufs Dach klettern, sollten sie diese Aufgabe aber einem professionellen Dachdecker überlassen.

Kommen Hausbesitzer ihrer Pflicht nicht nach, können sie für die daraus resultierenden Schäden haftbar gemacht werden. Das kann teuer werden – vor allem Unfälle mit Personenschäden ziehen oft hohe Kosten nach sich.

In sehr schneereichen Regionen ist manches Mal sogar die Installation eines Schneefangsystems am Dach vorgeschrieben. Dieses verhindert, dass der Schnee vom Dach rutscht. Hat das Dach eine Neigung von mehr als 45 Grad, ist ein Schneefangsystem generelle Pflicht.

Dieser Artikel stellt keine Rechtsberatung dar. Wenden Sie sich im Zweifel an einen Anwalt Ihres Vertrauens!

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