Ab 2018 keine Plastiktüten mehr bei Aldi

Frau mit Papiertüte
Foto: © Peter Atkins

Zahlreiche Supermärkte und Discounter haben die Plastiktüte bereits abgeschafft und durch Beutel aus Papier oder Stoff ersetzt. Jetzt ziehen auch Aldi Nord und Süd nach: Ab 2018 soll es dort an der Kasse keine Einwegplastiktüten mehr geben. Der Discounter geht sogar noch einen Schritt weiter als die Konkurrenz und möchte auch die Papiertüte verbannen.

Das Aus für Tüten aus dünnem Plastik und Papier

Rewe machte den ersten Schritt, im Frühjahr 2017 zog Lidl nach, es folgten weitere Supermärkte und Discounter: Einwegplastiktüten sind in Lebensmittelmärkten mittlerweile zur Seltenheit geworden. Bei Aldi gibt es sie derzeit allerdings noch, die dünnen Plastiktaschen, ab 10 Cent das Stück. Doch ab Oktober 2017 will auch Aldi die Plastiktüte loswerden. Schrittweise sollen die Tüten aus den Aldi-Märkten verschwinden, bis Ende 2018 soll die Umstellung abgeschlossen sein.

Verzichten möchte Aldi zudem auf die Papiertüte, die in den meisten Supermärkten jetzt als Alternative angeboten wird. Auch wenn diese umweltfreundlicher wirke, verbrauche die Herstellung doch sehr viel Wasser und Energie. Um eine bessere Ökobilanz aufzuweisen als eine Einwegplastiktüte, müsse die Papiertüte mindestens drei Mal verwendet werden, argumentiert Aldi. Und wer nimmt schon eine bereits gebrauchte Papiertüte mit zum Einkaufen? Vor allem bei Regenwetter?

Aldi will komplett auf Mehrwegtüten umsteigen

Aldi möchte stattdessen auf Mehrweg setzen und bietet ab Oktober 2018 eine sogenannte langlebige Tragetasche. Die besteht zu 80 Prozent aus Recycling-Material, ist mit dem Zertifikat „Blauer Engel“ ausgezeichnet und soll sich viele Male wiederverwenden lassen. Die Kosten liegen bei 39 Cent.

Die Einzelhändler folgen mit der Abschaffung der Plastiktüten einer EU-Richtlinie von 2015. Bis 2019 soll sich der Pro-Kopf-Verbrauch an Plastiktragetaschen auf 90, bis Ende 2025 auf 40 Stück pro Jahr reduzieren. Lesen Sie auch: Einkaufen beim Discounter

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