Öko-Test: Kokosmilch und Kokosöl auf dem Prüfstand

Kokosmilch und Kokosöl im Test 2019

Zeitung mit Verbrauchertipps
Foto: © Zerbor

Kokosmilch verleiht Gerichten eine exotische Note. Kokosöl eignet sich zum Braten und zum Frittieren, ist aber nicht nur in der Küche, sondern auch zur Haut- und Haarpflege sehr beliebt. (Schauen Sie auch mal in unseren Beauty-Ratgeber) Beide Kokos-Produkte gelten als gesund. Doch nicht immer werden sie ihrem guten Ruf gerecht. Das hat das Verbrauchermagazin Öko-Test herausgefunden. Für die Februar-Ausgabe haben die Tester Kokosmilch und Kokosöl verschiedener Anbieter auf den Prüfstand gestellt, sowohl aus konventioneller Herstellung als auch Bio-Produkte. In fünf Kokosölen wiesen die Tester Schadstoffe nach.

Kokosmilch im Test: Bio-Produkte überzeugen

Wenig zu beanstanden hat Öko-Test an den meisten getesteten Kokosmilch-Produkten. Sechs Sorten erhielten die Note „sehr gut“, darunter die Produkte von dm, Denree und Bio Gourmet. Insbesondere die Bio-Produkte überzeugten im Test. Erfreulich: Alle Milch-Produkte im Test waren frei von Mineralöl.

In der Kokosmilch von Edeka wiesen die Tester das Verdickungsmittel Carboxymethylcellulose (CMC) nach. In Laborversuchen erwies sich CMC als schädigend für die Darmflora. Eine andere konventionelle Kokosmilch enthielt eine erhöhte Menge Chlorat. Der Stoff hemmt die Jodaufnahme der Schilddrüse.

Kokosöl im Test: Fünf Testkandidaten enthalten Mineralöl-Rückstände

Beim Kokosöl verspricht fast jeder Hersteller Bio-Qualität. Öko-Test hat unter anderem Produkte von Alnatura, Aldi, Lidl, Rapunzel, Rewe und Schneekoppe gekauft. Einziges Kokosöl ohne Bio-Siegel im Test war das Kokosfett von Palmin.

Anders als bei der Kokosmilch weist die Bio-Kennzeichnung beim Kokosöl jedoch nicht unbedingt auf empfehlenswerte Qualität hin. In fünf von insgesamt zehn getesteten Ölen fanden die Tester Rückstände von Mineralölen. Mineralöl-Bestandteile stehen im Verdacht, krebserregend zu sein. Zu den belasteten Produkten gehören unter anderem die Eigenmarken von Alnatura, Rewe und Aldi. Alle fünf Kokosöle erhielten die Note „mangelhaft“.

Wie gesund sind Kokosmilch und Kokosöl wirklich?

Kokosmilch und Kokosöl sind bei gesundheitsbewussten Menschen sehr beliebt. Für die Behauptung, dass Kokos-Produkte besonders gesund sind, gibt es jedoch keinerlei wissenschaftliche Nachweise. Im Gegenteil: Sie enthalten eine hohe Menge gesättigter Fettsäuren. Diese erhöhen die Blutfette und das schlechte LDL-Cholesterin. Gerade Kokosöl sollte daher nur in kleinen Mengen zum Kochen, Braten und Frittieren verwendet werden.

Kokosnuss-Produkte sind Importwaren und müssen erst einen langen Transportweg zurücklegen, bevor sie bei uns in den Regalen stehen. Die Arbeitsbedingungen auf den Kokosnuss-Plantagen sind zudem häufig fragwürdig. Wer bewusst einkaufen möchte, sollte daher nicht nur auf eine Bio-Kennzeichnung, sondern auch auf das Fairtrad-Siegel achten. Lesen Sie auch: So können Sie gesünder einkaufen

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