Öko-Test: Wie gut sind Müsli-Mischungen?

Müsli im Test

Müsli und Beeren
Foto: © fabiomax

Haferflocken, Rosinen, Nüsse: Wer gesund in den Tag starten möchte, greift morgens häufig zum Müsli. Nur noch Milch oder Joghurt dazu und fertig ist das vollwertige Frühstück. Fertige Müsli-Mischungen sind in den letzten Jahren allerdings in Verruf geraten. Zu süß, zu viel Zucker, zu viele Kalorien – der Ruf der Fertigmüslis hat gelitten. Öko-Test hat für Ausgabe 9/2017 jetzt 16 Basis-Müslis unter die Lupe genommen. Viele Produkte schneiden überraschend gut ab.

Die drei Testsieger kommen von dm, Aldi Nord und Rapunzel

Basis-Müslis sind Mischungen aus Körnern und Getreide ohne Rosinen, Schokolade oder weitere Zutaten. Häufig kommen diese von Bio-Herstellern, 14 Müslis im Test hatten dementsprechend Bio-Qualität. Drei Produkte erhielten von Öko-Test das Urteil „Sehr gut“: das Bio Basis Müsli von dm, das Basis-Müsli von Gut Bio (Aldi Nord) sowie das Basis Müsli Organic von Rapunzel.

Ganze elf weitere Müslis beurteilten die Tester mit „Gut“, zweimal vergaben sie die Note „befriedigend“. Zur Abwertung führte unter anderem zugesetzter Zucker. Basis-Müslis sollten eigentlich ohne Süßungsmittel auskommen, damit der Verbraucher sie selber süßen kann. Viele Produkte enthalten allerdings Rohrzucker, Honig oder Maissirup. Eines der „befriedigenden“ Müslis enthielt sogar gleich vier Süßungsmittel: Glukosesirup, Agavendicksaft, Honig und Apfelsaftkonzentrat.

Mineralölrückstände in elf Müslis nachgewiesen

In keinem der Bio-Müslis fanden die Tester Pestizidrückstände. Die beiden Müslis aus konventioneller Herstellung, das Vital Müsli von Netto und das Korrekt Basis-Müsli von Globus, waren allerdings mit dem Spritzmittel Glyphosat belastet. Und noch einen Grund zur Kritik hat Öko-Test: In elf Müslis wiesen die Tester Rückstände von Mineralöl nach. Es handelte sich dabei nur um leichte Verunreinigungen, die zum Beispiel aus der Verpackung aus Recyclingpapier ins Müsli übergehen können. Ins Frühstück gehören sie dennoch nicht. Gesättigte Mineralölkohlenwasserstoffe, kurz MOSH genannt, reichern sich im Organismus an und können auf Dauer die Organe schädigen. Gesetzliche Grenzwerte für MOSH gibt es allerdings bislang noch nicht.

Bei den mit „Sehr gut“ beurteilten Müsli-Mischungen können Verbraucher aber ohne Bedenken zugreifen. Sie enthalten keine bedenklichen Verunreinigungen und ausgewogene Zutaten.

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