Öko-Test: Mineralöl in fast allen Adventskalendern

Adventskalender im Test

Schokolade
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Am Samstag ist schon wieder der 1. Dezember. In zahlreichen Haushalten bedeutet das: Tag für Tag wird ein neues Türchen am Adventskalender geöffnet. Die Auswahl ist riesig, es gibt Adventskalender in allen möglichen Variationen. Bei den meisten hängt jedoch nach wie vor der Klassiker mit Schokolade. Das Verbrauchermagazin Öko-Test hat 20 solcher Schokoladen-Adventskalender bekannter Marken und Discounter getestet. Das Ergebnis ist wenig festlich: Alle Produkte sind mit Mineralölbestandteilen belastet. Lesen Sie auch: Süßigkeiten lagern

Zwei Adventskalender sind „sehr gut“

In der Schokolade aus manchen Adventskalendern wiesen die Tester nur Spuren von Mineralöl nach. Zwei Produkte erhielten daher dennoch die Testnote „sehr gut“: der „Lindt Hello Adventskalender Mini Emotis“ und der „Die Besten von Ferrero Adventskalender“. Die Menge der Mineralölrückstände ist hier so gering, dass laut Öko-Test kein Gesundheitsrisiko besteht.

Drei Adventskalender fallen im Test durch

Sechs Adventskalender erhielten die Gesamtnote „gut“. Als bestes Bio-Produkt schnitt der „Rosengarten Adventskalender mit Vollmilchschokoladenfiguren“ ab. Wie der Test zeigt, ist Bio allerdings kein Garant für Mineralöl-freie Produkte. Auch in den Bio-Adventskalendern fanden die Tester Spuren gesättigter Kohlenwasserstoffe. Eine sehr stark erhöhte Konzentration enthält beispielsweise der Adventskalender von Alnatura. Auch die Adventskalender von Penny Douceur weist einen sehr stark erhöhten Anteil an Mineralölrückständen auf.

In drei Kalendern im Test fand das Labor zudem Mineralölkohlenwasserstoffe (MOAH), die krebserregende Verbindung enthalten können. Der „Dragons Vollmilch-Schokoladen-Adventskalender“, der „Nickelodeon Paw Patrol Adventskalender“ und der „Windel Adventskalender“ erhielten daher nur die Note „mangelhaft“.

Warum sind Mineralölrückstände gefährlich?

Bei den in den meisten Adventskalendern gefundenen Mineralölbestandteilen handelt es sich um gesättigte Kohlenwasserstoffe (MOSH/POSH). MOSH können sich in den Organen anreichern und unter anderem Leberschäden hervorrufen. Die Auswirkungen von POSH sind bislang noch nicht ausreichend untersucht.

Wie kommt das Mineralöl in die Schokolade?

Mineralölrückstände finden auf unterschiedlichen Wegen in die Schokolade. Eine Quelle sind Ernte- und Produktionsmaschinen. Die Jutesäcke zum Transport der Kakaobohnen enthalten außerdem häufig geölte Fasern. Weitere Mineralölrückstände stammen aus der Kartonverpackung der Adventskalender. Diese bestehen häufig aus Altpapier, das mineralölhaltige Druckfarbe enthält.

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