Stiftung Warentest: Medium-Mineralwasser auf dem Prüfstand

Mineralwasser im Test

Gläser mit Mineralwasser
Foto: © Martin M303

Der menschliche Körper besteht zu 70 Prozent aus Wasser. Entsprechend viel Flüssigkeit sollen wir am Tag zu uns nehmen, rund 2 Liter am Tag, im Sommer auch gerne mehr. In Deutschland können Verbraucher ihren Durst meist unbesorgt aus dem Wasserhahn stillen, vorausgesetzt, es gibt keine bleihaltigen Leitungen im Haus. Wer lieber Mineralwasser aus der Flasche trinkt, hat die große Auswahl. Discounter-Produkte und Eigenmarken buhlen um die Gunst der Käufer. Wie sich die Wasser unterscheiden und welches Medium-Mineralwasser empfehlenswert ist, hat Stiftung Warentest für die Juli-Ausgabe des „Test“-Magazins untersucht.

Auf die Quelle kommt es an

30 verschiedene Mineralwasser standen auf dem Prüfstand. Elf davon erhielten das Prädikat „Gut“. Zum Testsieger kürten die Stiftung Warentest das „Gut&Günstig“ Wasser von Edeka aus der hessischen Vitaqua Quelle. Wasser derselben Marke aus dem brandenburgischen Baruther Johannisbrunnen erhält zwar auch die Gesamtnote „Gut“, im Geschmack allerdings nur ein „Befriedigend“.

Ein Blick aufs Kleingedruckte lohnt sich also. Das Wasser der Lidl-Eigenmarke „Saskia“ stammt sogar aus fünf verschiedenen Quellen, je nach Herkunft unterscheidet sich das Testurteil enorm. Stiftung Warentest empfiehlt das Mineralwasser aus der Quelle Wörth am Rhein und dem Franken Brunnen.

Die Note „Gut“ ging weiterhin an das Aldi-Mineralwasser aus der Brandenburger Urstromquelle, das Netto Mineralwasser aus der Quelle Vitalbrunnen und das Wasser von Rewe aus dem Fontane Brunnen. Das Marken-Mineralwasser von Gerolsteiner überzeugte ebenfalls.

Glasflaschen bevorzugen

In einigen Mineralwasser-Proben wiesen die Tester Spuren von Arsen, Nickel, Radium und Chrom nach, einige enthielten auch Rückstände von Pestiziden, Süßstoffen und Korrosionsschutzmitteln. Die Spuren waren jedoch minimal, eine Gesundheitsgefährdung besteht nicht.

Wer nicht nur der Umwelt etwas Gutes tun, sondern auch besseren Geschmack genießen möchte, soll laut Stiftung Warentest zu Mehrwegflaschen aus Glas greifen. Das in Plastikflaschen enthaltene P.E.T. kann den Geschmack leicht verfälschen.

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