Klimapaket: Was ändert sich jetzt?

Energiekosten steigen fürs Klima

Zeitung auf einem Tisch
Foto: © Zerbor

Bis 2030 möchte die Bundesregierung den Ausstoß des Treibhausgases CO2 um 55 Prozent verringer. Das ist der deutsche Beitrag zum Pariser Klimaabkommen. Um das zu erreichen, hat die Bundesregierung im vergangenen Herbst das Klimapaket verabschiedet. Durch sogenannte CO2-Preise werden zum Beispiel fossile Energieträger wie Öl und Gas teurer. Was bedeutet das für Mieter und Hausbesitzer? Die Verbraucherzentrale hat die wichtigsten Informationen zusammengefasst.

Fossile Energieträger werden teurer

Für die Emission von CO2 ist künftig ein sogenannter CO2-Preis zu zahlen. Im Jahr 2021 beträgt dieser Preis 25 Euro pro Tonne und steigt dann schrittweise bis zu einem Preis von 55 Euro pro Tonne im Jahr 2025.

Durch diese Regelung steigt auch der Preis für fossile Energieträger. Die Kosten trägt zunächst derjenige, der Öl und Gas in den Verkehr bringt, also die Gasversorger, Öl- und Kraftstoffhändler. Die Versorger entscheiden, in welcher Höhe sie die Kosten an die Verbraucher weitergeben. Wie hoch die Mehrkosten für Öl- und Gaskunden sind, hängt zudem vom CO2-Ausstoß des jeweiligen Energieträgers ab: Eine Gasheizung stößt pro Kilowattstunde (kWh) etwa 202 Gramm Kohlendioxid aus. Bei einer Ölheizung sind es rund 266 Gramm CO2 pro kWh. Wer mit Öl heizt, muss mit entsprechend höheren Mehrkosten rechnen.

Stromkosten sollen sinken

Um die Mehrbelastung für die Verbraucher aufzufangen, soll die EEG-Umlage auf die Strompreise sinken. Strom wird also billiger. Nach vorläufigen Berechnungen beträgt die Senkung je Jahr:

  • 2021: um 2,08 Cent
  • 2022: um 1,73 Cent
  • 2023:  um 1,84 Cent
  • 2024:  um 2,71 Cent
  • 2025: um 3,42 Cent

Steuervorteile für energetische Sanierungen

Wer sein Eigenheim energieeffizienter machen und sanieren möchte, kann die Kosten dafür künftig in der Steuererklärung geltend machen. Das gilt zum Beispiel für eine neue Dämmung der Gebäudehülle, die Anschaffung neuer Heizkessel oder den Austausch der Fenster. Bis zu einer Gesamtsumme von 200.000 Euro können diese Kosten von der Steuer abgesetzt werden. Verteilt über drei Jahre werden 20 Prozent der Kosten von der Steuerschuld abgezogen, maximal also 40.000 Euro. Voraussetzung: Bei dem sanierten Gebäude handelt es sich um ein selbstgenutztes Einfamilienhaus.

Höhere Förderung durch KfW und BAFA

Neue Förderprogramme für die energetische Sanierung des Eigenheims gibt es außerdem von der KfW und der BAFA. Mit Einführung des Klimapakets steigen die Fördersätze. Für Maßnahmen zur Heizungssanierung gibt es jetzt zum Beispiel einen Zuschuss von bis zu 45 Prozent. Das soll den Wechsel von Öl zu Gas oder hin zu erneuerbaren Energien attraktiver machen.

Ab 2026 sollen Ölheizungen nur noch in wenigen Ausnahmefällen eingebaut werden dürfen. Erlaubt sind dann nur noch Hybridsysteme, die erneuerbare Energien wie eine Solaranlage oder eine Wärmepumpe einbinden. Ausnahmen gelten für Gebäude, in denen technisch keine klimafreundlichere Heizung möglich ist.

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