Kindergeld, Rente, Porto: Das ändert sich im Juli

Tipps für Verbraucher im Juli

Zeitung auf einem Tisch
Foto: © Zerbor

Alles neu macht in diesem Jahr nicht der Mai, sondern der Juli. Zum 1. Juli 2019 sind einige neue Regelungen in Kraft getreten, die das Portemonnaie der Verbraucher betreffen. Renter und Familien mit Kindern können sich freuen, sie erhalten Zuschläge. Wer Briefe verschickt, muss dagegen tiefer in die Tasche greifen und 10 Cent mehr Porto zahlen.

Kindergeld steigt um 10 Euro pro Kind

Familien mit Kindern erhalten ab dem 1. Juli pro Kind 10 Euro mehr. Damit steigt das Kindergeld fürs erste und zweite Kind auf 204 Euro pro Monat, fürs dritte Kind gibt es 210 Euro und für jedes weitere Kind 235 Euro. Gleichzeitig erhöht der Staat auch den Kinderzuschlag auf bis zu 185 Euro pro Kind. Den Kinderzuschlag erhalten Eltern und Alleinerziehende mit geringem Einkommen, die knapp oberhalb des Hartz-IV-Satzes liegen.

Rentner bekommen mehr Geld

Auch Rentner haben ab diesem Monat etwas mehr Geld auf dem Konto. In den westlichen Bundesländern steigen die Renten um 3,2 Prozent, im Osten sogar um 3,9 Prozent. Von der Rentensteigerung profitieren aber nicht alle Rentner: 48.000 Personen werden jetzt neu steuerpflichtig.

Midijobber dürfen mehr verdienen
Als Midijobber galten bislang Arbeitnehmer, die bis zu 850 Euro im Monat verdient haben. Zum 1. Juli steigt die Verdienstgrenze auf 1.300 Euro. Midijobber zahlen zudem reduzierte Sozialversicherungsbeiträge, erhalten jetzt allerdings vollen Anspruch auf Beitragszahlungen und Rentenleistungen.

Pfändungsfreigrenze steigt

Zum 1. Juli wurden außerdem die Freibeträge für Pfändungen um 4 Prozent erhöht. Schuldner auf der untersten Einkommensstufe haben jetzt ein geschütztes Einkommen von 1179 Euro im Monat. Alle Freigrenzen sind in der Pfändungstabelle ersichtlich.

Höheres Porto für Briefe und Postkarten

Wer statt E-Mails und WhatsApp-Nachrichten noch Briefe und Postkarten verschickt, muss seit dem 1. Juli 2019 mehr zahlen. Die Post erhöht das Porto für Standardbriefe von 70 auf 80 Cent. Eine Postkarte im Inland zu verschicken, kostet nun 60 statt wie bisher 45 Cent. Der Kompaktbrief, Großbrief und Maxibrief kosten jeweils 10 Cent mehr Porto.
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