Keine Plastiktaschen mehr bei Rewe

Verschiedene Plastiktüten
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Im Supermarkt liegen sie normalerweise an der Kasse aus: praktische Plastiktragetaschen für den Einkauf. Bei Rewe soll bald Schluss damit sein. Als erster großer Lebensmittelhändler hat sich die Supermarktkette dazu entschieden, an den Kassen keine Plastiktaschen mehr zu verkaufen. Stattdessen bietet Rewe den Kunden Einkaufskartons und Tragetaschen aus umweltfreundlicheren Materialien an. (Einkaufen beim Discounter)

Bundesweiter Verzicht auf Plastiktüten

Ab Juli 2016 werden Kunden in den meisten Geschäften keine kostenlosen Plastiktüten mehr erhalten. Viele Läden, wie etwa der Drogeriemarkt dm, bieten bereits jetzt keine Plastiktaschen mehr umsonst an. Rewe geht mit seinem konsequenten Verzicht auf Plastiktragetaschen aber noch einen Schritt weiter. Selbst gegen Bezahlung soll es bundesweit keine solchen Tragetaschen mehr in den Rewe-Geschäften geben. Für Rewe ist dies der nächste Schritt in der Nachhaltigkeitsstrategie des Unternehmens, teilte der Vorstand in dieser Woche in Berlin mit. In Deutschland gehören etwa 3.000 Supermärkte zur Rewe-Kette, laut Unternehmensinformationen sind dort bisher rund 140 Millionen Plastiktaschen im Jahr verkauft worden.

Alternative Tragetaschen aus Baumwolle oder Papier

Als Alternative möchten die Supermärkte wiederverwendbare Tragetaschen anbieten, aus Baumwolle, Recyclingmaterial und Papier. Auch der Rewe-Lieferservice, der Kunden ihre Einkäufe bis nach Hause bringt, soll keine Plastiktragetaschen mehr verwenden.

Kommt diese Initiative für mehr Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit bei den Kunden an? Um das herauszufinden, hat Rewe in 130 Märkten eine dreimonatige Testphase durchgeführt. Das Ergebnis: Der Großteil der Verbraucher würde den Verzicht auf Plastik befürworten.

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