Haushaltshilfen anmelden

Wo meldet man Haushaltshilfen an?

Eine Haushaltshilfe kann in Familien, bei Senioren aber auch bei Singles und Alleinerziehenden eine wertvolle Hilfe sein. Spätestens wenn im Haushalt eine pflegebedürftige Person lebt, greifen Angehörige auf diese wichtige Dienstleistung gern zurück. Um Schwarzarbeit nicht zu unterstützen und empfindliche Strafen zu vermeiden, sollte jeder private Arbeitgeber wissen: Haushaltshilfen müssen angemeldet werden!

Die rechtlichen Arbeitgeberbestimmungen gelten auch für private Arbeitgeber

Die Beschäftigung einer Haushaltshilfe durch eine Privatperson entbindet diese nicht von ihren Arbeitgeberpflichten. Dementsprechend kommt Bundesurlaubsgesetz, das Mutterschutzgesetz sowie der gesetzlichen Kündigungsschutz oder aber die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall bzw. die Feiertagsvergütung zum Tragen. Für die Arbeit der Haushaltshilfe müssen zudem auch private Arbeitgeber die Beiträge zur Kranken-, Pflege-, Arbeitslosen- sowie Rentenversicherung bzw. die Unfallversicherung je nach Arbeitsumfang und  Arbeitsentgelt für ihren Angestellten übernehmen.

Mindestlohn ja, Tariflohn nur selten

Der seit dem 1. Janurar 2015 geltende Mindestlohn gilt auch für Haushaltshilfen im Privatbereich. So ist es gesetzliche geregelt, dass jeder Arbeitnehmer in diesem Sekor mindestens 8,50 € brutto pro Stunde Lohn erhält. Häufig nehmen Haushaltshilfen eine Stelle als sogenannten Minijob an. Das Arbeitsentgelt überschreitet in disen Fällen in der Summe der Nebenjobs die 450 € monatlich nicht. Liegt der Bruttolohn darüber, muss gegebenenfalls geprüft werden, ob Lohnsteuer anfällt und ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis vorliegt. Für Minijobs gelten hinsichtlich der Sozialversicherung sowie der Lohnsteuer Sonderregelungen, da der Staat diese unterstützt. Angemeldet werden Minijober bei der Minijob-Zentrale in Essen. Tariflohn zahlen private Arbeitgeber nur, wenn sowohl sie als auch der Arbeitnehmer in der gleichen entsprechenden Tarifvertragspartei Mitglied sind.

Detailierte Infos finden Arbeitnehmer und Arbeitgeber auf der Internetseite der Minijob-Zentrale. Dort steht Interessierten auch der sogenannte Haushaltsscheck-Vordruck zur Verfügung, um ihre Haushaltshilfe anzumelden und sie statt in Schwarzarbeit legal zu beschäftigen. Auch das Finanzamt, die Rentenversicherung Bund, oder das Bundesministerium für Finanzen gibt über die Meldepflicht für Haushaltshilfen Auskünfte.