Der Goldene Windbeutel 2019: foodwatch sucht die dreisteste Werbelüge

Zeitung mit Verbrauchertipps
Foto: © Zerbor

Ein Erdbeerjoghurt, der statt Erdbeeren nur künstliches Aroma enthält. Ein „High Protein“ Quark, der weniger Eiweiß enthält als gewöhnlicher Quark, aber deutlich teurer ist. Ein als zuckerfrei beworbenes Müsli, das als Süßungsmittel die sehr fruchzuckerreiche Dattelpaste enthält. Solche und andere Vorschläge reichen Verbraucher gerade bei der Organisation foodwatch ein. Die Verbraucherschützer suchen nämlich wieder einmal nach Kandidaten für die Negativ-Auszeichnung „Goldener Windbeutel“. Die bekommen Unternehmen und Produkte für besonders dreiste Werbeversprechen.

Dreiste Werbelügen melden

Auf der Webseite schummelmelder.de können Verbraucher ihre Vorschläge für den „Goldenen Windbeutel 2019“ einreichen. Dafür müssen sie nur ein selbstgeschossenes Foto des Produkts hochladen und kurz begründen, worin ihrer Ansicht nach die Werbelüge besteht. Zahlreiche Vorschläge sind bereits eingegangen, von stark zuckerhaltigen Kinderprodukten über angeblich gesunde Drinks mit bedenklichen Süßungsmitteln bis hin zu Verpackungen, die mehr Luft als Produkt enthalten.

Goldener Windbeutel 2018: Das Coca-Cola „Smartwater“

Die Aktion soll Verbraucher aufrufen, sich gegen die tägliche Täuschung im Supermarkt zur Wehr zu setzen. Im vergangenen Jahr ging der „Goldene Windbeutel“ zum Beispiel an das „Smartwater“ von Coca-Cola, ein dampfdestilliertes Mineralwasser. Das aufwendige Verarbeitungsverfahren hat keinerlei nachweisbare Vorteile, vielmehr verliert das Wasser beim Verdampfen Mineralstoffe, die später künstlich wieder hinzugesetzt werden. Dafür kostet das „Smartwater“ bis zu sieben Mal mehr als gewöhnliches Mineralwasser.
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