Fair Finance Guide: Wie nachhaltig arbeitet meine Bank?

Zeitung mit Verbrauchertipps

Wer eine neue Bank sucht, achtet in der Regel auf Dinge wie Kontoführungsgebühren, die Rendite eventueller Anlagemöglichkeiten, Kundenservice und Beratung. Einige Verbraucher interessiert darüber hinaus die soziale und ökologische Bilanz der Geldinstitute. Wer mehr darüber erfahren möchte, wie sozial gerecht und umweltfreundlich seine Bank arbeitet, kann einen Blick in den aktuellen Fair Finance Guideb werfen. Der ist 2018 zum dritten Mal erschienen und vergleicht 13 Geldinstitute anhand ihrer Nachhaltigkeit.

Vergleich anhand von 250 Kriterien

Für den Vergleich zieht der Fair Finance Guide 250 verschiedene Kriterien heran und bewertet diese auf einer Skala von 0 bis 100 Prozent. Dabei geht es unter anderem um Menschen- und Arbeitsrechte, mögliche Unterstützung der Rüstungsindustrie und großen Treibhausgasemittenten sowie um Korruption. Der aktuelle Guide bringt gute Nachrichten mit: Sechs der 13 Banken haben sich im Vergleich zum Vorjahr verbessert. Allerdings enttäuschen gerade viele große Banken wie die Deutsche Bank und die Commerzbank mit einer eher schlechten Nachhaltigkeitsbilanz.

Die fünf besten Banken im Ranking:

  • GLS Bank (95 Prozent)
  • EthikBank (94 Prozent)
  • Triodos Bank (90 Prozent)
  • KD Bank (79 Prozent)
  • Pax Bank (66 Prozent)

Auf dem letzten Platz landet die Sparkasse KölnBonn, die 0 Prozent der sozialen und ökologischen Kriterien erfüllt. Auf dem vorletzten Platz landet die Bayern LB mit 28 Prozent. Die Bewertungen ergeben sich ausschließlich aus den Richtlinien der Banken, die in öffentlichen Dokumenten zu finden sind.
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Foto: © Zerbor