Wie die EU gegen Einweg-Plastik vorgehen will

Weniger Plastik ab 2021

Essen in einer Plastikverpackung
Essen to go in einer Plastikverpackung - Foto: © Ildi - stock.adobe. com

Einmal benutzt und ab in den Müll: Einweg-Plastikartikel stellen eine große Belastung für die Umwelt dar. Die EU hat daher beschlossen, bestimmte Gegenstände aus Plastik und Styropor ab dem 3. Juli 2021 zu verbieten. Jeder Mitgliedsstaat muss diese Regelung umsetzen, also auch Deutschland.

Diese Einweg-Gegenstände sollen verboten werden

Die EU-Kommission hat prüfen lassen, welche Plastik-Gegenstände besonders häufig an Stränden gefunden werden. Produkte, für die es bereits bessere und umweltfreundliche Alternativen gibt, sollen ab dem 3. Juli 2021 verboten werden. Das sind:

  • Plastikgeschirr wie Teller und Schalen
  • Plastibesteck wie Gabeln, Messer, Löffel, Essstäbchen und Rührstäbchen für den Kaffee
  • Plastikstrohhalme
  • Styropor-Verpackungen für warme Speisen und Getränke (Polystyrol)
  • Plastik-Wattestäbchen

Zusätzlich sollen Einmal-Verpackungen für Essen und Getränke erheblich reduziert werden. Darüber hinaus sehen die Pläne vor, dass Plastikflaschen ab 2030 zu mindestens 30 Prozent aus recyceltem Material zu bestehen haben.

Hinweis auf negative Umweltauswirkungen

Auf einigen Produkten, die zu einem gewissen Teil aus Kunststoff bestehen, soll ab 2021 ein Hinweis aufgedruckt werden, der über die negativen Auswirkungen für die Umwelt informiert. Dazu gehören etwa Feuchttücher und Zigarettenfilter.

Wie groß die Umweltbelastung durch Einweg-Plastik ist, zeigt ein Blick auf die Statistik: Allein in Deutschland werden pro Stunde rund 320.000 Einweg-Plastikbecher verbraucht, darunter 140.000 Becher für den Kaffee to go. Im Jahr 2017 kamen mehr als 346.000 Tonnen Müll aus Einweggeschirr und To-go-Verpackungen zusammen. Bei den Getränkeverpackungen sinkt zudem der Mehrweganteil seit Jahren.
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