Essen statt wegwerfen: Essbares Einwegbesteck

Essbares Einweggeschirr - eine gute Idee

Verschiedene Mülltonnen
Foto: © Thomas Söllner

Essbares Einweggeschirr ist in Deutschland nichts Neues mehr: Einige Fast-Food-Ketten servieren Pommes oder Saucen in Behältern aus festerem Esspapier. Geschmacklich gibt das nicht viel her, ist aber umweltfreundlicher, als das Einweggeschirr aus Pappe oder gar Plastik herzustellen. Ein noch viel größeres Problem mit Plastikmüll aus Deutschland hat Indien. Die 60 größten Städte des Landes allein produzieren rund 15.000 Tonnen Plastikmüll pro Tag. Das hängt auch mit dem massenhaften Verbrauch von Einweggeschirr und -besteck zusammen. In keinem anderen Land fällt der so hoch aus wie in Indien: 120 Milliarden Plastiklöffel und Gabeln landen hier pro Jahr im Abfall.
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Besteck in verschiedenen Geschmacksrichtungen

Der Unternehmer Narayana Peesapathy hat nun eine Alternative zum Wegwerfbesteck entwickelt: Er präsentiert essbares Besteck aus Hirse, Reis und Weizen. Hauptbestandteil ist dabei Hirse, die beim Anbau 60 mal weniger Wasser verbraucht als Reis. Das Einwegbesteck kommt ohne Farb- und Konservierungsstoffe aus und soll bis zu drei Jahren haltbar sein. Die Löffel sollen dabei so robust sein, dass auch Suppe ohne Probleme mit ihnen gegessen werden kann.

Im Gegensatz zum deutschen Schüsselchen aus Esspapier soll das essbare Einwegbesteck auch nach etwas schmecken: Narayana Peesapathy süßt es mit Zucker, gibt Knoblauch und Ingwer für mehr Schärfe hinzu oder würzt eine Löffel mit schwarzem Pfeffer. Landet das Besteck doch im Abfall, zersetzt es sich dort innerhalb von einer Woche – ganz im Gegensatz zu Plastik, das Jahrhunderte braucht, um zu zerfallen. ( Foto: © Thomas Söllner )

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