Was ändert sich für Verbraucher in 2018?

Änderungen im Jahr 2018

Zeitung mit Verbrauchertipps Foto: © Zerbor

Jedes neue Jahr bringt Veränderungen mit sich. In 2018 dürfen sich unter anderem Rentner, Familien mit Kindern und Hartz IV-Empfänger über ein wenig mehr Geld in der Haushaltskasse freuen. Was ändert sich für Verbraucher in 2018? Hier gibt es den Überblick.

Steigende Renten bei gleichzeitig sinkenden Beiträgen

Die Renten steigen ab Sommer 2018 um 3,1 Prozent. Neben den Rentnern können sich auch Arbeitnehmer freuen, denn gleichzeitig sinken die Rentenbeiträge. Die Abgaben werden von 18,7 auf 18,6 Prozent des Gehalts reduziert.

Mehr Kindergeld

Ab dem 1. Januar 2018 steigt auch das Kindergeld. Für das erste und zweite Kind erhalten Eltern jetzt 194 statt wie bisher 192 Euro pro Monat. Für das dritte Kind gibt es ebenfalls zwei Euro mehr pro Monat, für das vierte und jedes weitere Kind werden künftig 225 statt 223 Euro gezahlt. Darüber hinaus steigt der Grundfreibetrag für Familien von 8.820 auf 9.000 Euro. Der Kinderfreibetrag wird von 4.716 auf 4.788 Euro erhöht.

Höherer Mindestunterhalt für Scheidungskinder

Die Düsseldorfer Tabelle hebt den Mindesunterhalt an, den getrennt lebende Eltern für ihre Kinder zahlen müssen. Für Kinder bis zum 5. Lebensjahr beträgt dieser nun 348 Eur,für 6- bis 11-jährige Kinder 399 Euro und für 12- bis 17-jährige Kinder 467 Euro. Der Unterhalt für volljährige Kinder beläuft sich weiterhin auf 527 Euro im Monat. Verändert haben sich außerdem die Einkommensklassen, die unterste beginnt nun bei 1.900 Euro statt bei 1.500 Euro. Das Kindergeld wird ab 2018 auf den Bedarf angerechnet. Insgesamt kann der Unterhalt durch diese Änderungen sogar geringer ausfallen als zuvor.

Höhere Hartz IV-Sätze

Auch der Hartz IV-Regelsatz steigt im Jahr 2018 etwas, von 409 auf 416 Euro im Monat für Alleinstehende. Paare erhalten 374 statt 368 Euro pro Person. Für Kinder bis zum 6. Lebensjahr gibt es aktuell 240 Euro, Kinder bis 14 Jahre 296 Euro, bis zur Volljährigkeit gibt es 316 Euro. Für Kinder bis 25, die noch bei ihren Eltern leben, steigt der Satz auf 332 Euro im Monat.

Längere Fristen für die Steuererklärung

Für ihre Steuererklärung haben Verbraucher ab 2018 mehr Zeit. Statt wie bisher zum 31. Mai müssen sie jetzt erst bis zum 31. Juli des Folgejahres abgegeben werden. Erledigt der Steuerberater die Steuererklärung, bleibt sogar bis zum 28. bzw. 29. Februar des übernächsten Jahres Zeit. Auch Belege müssen nicht mehr eingereicht werden. Verbraucher sollten diese aber aufbewahren, das Finanzamt kann sie bei Bedarf anfordern.

Höhere Kfz-Steuern für Neuwagen

Wer sich 2018 ein neues Auto kaufen möchte, sollte das am besten vor dem 1. September 2018 tun. Verbraucherschützer gehen davon aus, dass aufgrund des neuen Abgastest WLTP anschließend die Kfz-Steuer für Neuzulassungen steigen könnte. Für bereits zugelassene Fahrzeuge ändert sich nichts.

Strompreise vergleichen und Stromanbieter wechseln

In 2018 tritt das Netzentgelt-Modernisierungs-Gesetz in Kraft. Das Gesetz mit dem sperrigen Namen soll die Übertragungsnetzentgelte vereinheitlichen. Das wirkt sich auch auf den Strompreis aus. Einige Anbieter haben bereits angekündigt, die Strompreise zu senken, andere werden den Strompreis aller Wahrscheinlichkeit nach erhöhen. Verbraucher sollten daher ihre Stromverträge prüfen, die Preise vergleichen und gegebenenfalls den Anbieter wechseln. (Tipps zum Strom sparen)

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