Eisflecken entfernen

Kinder essen Eis
Wenn Kinder Eis essen, landet oft was auf der Kleidung -
Doch wie bekommt man Eisflecken raus?
Foto: © Igor Yaruta

Sommer, Sonne, steigende Temperaturen - und jetzt ein schönes kühles Eis! Jeder hat hier wohl seinen ganz persönlichen Favouriten. Die Einen mögen cremiges Schokoeis, die Anderen schlecken lieber fruchtiges Wassereis. Dabei sind die Kids genauso vernarrt in die erfrischende Leckerei wie wir Erwachsenen auch. Doch gerade bei sommerlicher Hitze schmilzt das Eis nicht selten schneller, als dass es im Mund verschwindet. Tropfende Eistüten oder aus der Waffel herausgerutschte Kugeln sind dann leider an der Tagesordnung und hinterlassen hässliche Flecken auf der Bekleidung oder auf Polstermöbeln und Teppichen. Doch das ist kein Grund auf die leckere Erfrischung zu verzichten, denn mit dem gewissen Know-how lassen sich unschöne Eisflecken wieder entfernen.

Tipps für die Entfernung von Eisflecken

Auf den folgenden Seiten haben wir ein paar Tipps zusammengetragen, die Ihnen helfen könnten Eisflecken zu entfernen.

Warum Eisflecken hartnäckig sein können

Jeder Hersteller hat so sein ganz spezielles Eisrezept. Die meisten Sorten enthalten Milch- und Hühnereiweiß, färbende Substanzen, Fett, Früchte oder Fruchtsaft sowie Zucker und verschiedenste Aromen. Eine Mischung, welche am Ende für eine leckere Erfrischung steht, jedoch bei der Fleckentfernung zu Problemen führen kann. Wer hier einfach ohne gewisse Vorkenntnisse auf den Fleck losgeht, der hat kaum noch eine Chance diesen rückstandslos zu entfernen. Im Grunde genommen vereint ein Eisfleck ganze 3 Fleckenarten in sich: Eiweißflecken, Obstflecken und Fettflecken. Daher ist bei der Fleckentfernung besonders auf die richtige Vorgehensweise zu achten.

Wie bekomme ich Eis aus der Kleidung?

  • Eisfleck mit kaltem Wasser auswaschen. Nach Möglichkeit ziehen Sie die bekleckerten Textilien dazu aus und spülen diese unter fließendem kalten Wasser aus. Keinesfalls darf das Wasser zu warm sein, da sonst das im Eis enthaltende Milch- und Hühnereiweiß gerinnt. Kaltes Wasser löst neben dem Eiweiß bereits auch einen Teil der färbenden Substanzen und des Zuckers aus der Kleidung.
  • Behandlung mit Salz. Beträufeln Sie die nassen Textilien nun mit etwas Salz und lassen Sie dieses etwas einwirken. Dazu benötigen Sie keine spezielle Sorte - ganz normales Speisesalz ist völlig ausreichend. Das Salz ist in der Lage die Farbstoffe aus den Fasern zu lösen.
  • Ausspülen. Jetzt werden die betroffenen Textilien gut mit kaltem Wasser ausgespült, so dass sich die gelösten Bestandteile des Eises (allen voran das Eiweiß) nicht mehr in den Fasern befinden.
  • Fett lösen mit Gallseife. Kaltes Wasser löst Eiweiß und Farbstoffe - gegen Fett kommt es dagegen nicht an. Betupfen Sie die Reste des Eisfleckes mit Gallseife und lassen Sie diese kurz einwirken. Anschließend so warm wie möglich waschen (Pflegeetikett beachten!), um das Fett aus den Fasern zu lösen.
  • Textilien wie gewohnt waschen. Am Ende der Fleckbehandlung sollten Sie die betroffenen Textilien wie gewohnt waschen, da es sonst zu unschönen Rändern kommen kann.

Hausmittel oder spezielle Fleckentferner?

Landet Eis auf Kleidung, Tischwäsche, Polstermöbeln oder dem Teppich, so sollte immer zuerst mit einfachen Hausmitteln versucht werden den Fleck zu entfernen. Je früher dies geschieht, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass keine unschönen Stellen auf den Textilien zurückbleiben. Erst dann, wenn Hausmittel keine zufrieden stellende Wirkung zeigen, sollte auf einen speziellen Fleckentferner aus dem Drogeriemarkt zurückgegriffen werden. Fleckentferner arbeiten meist mit sehr aggressiven Inhaltsstoffen, welche gerade empfindliche Materialien schädigen können. Probieren Sie daher immer zuerst an einer unauffälligen Stelle, wie sich das Produkt mit den Fasern verträgt. Nach Einsatz eines Fleckentferners sollten die jeweiligen Textilien immer gut durchgespült und anschließend wie gewohnt gewaschen werden.

Eisflecken sind zwar unschön, doch mit unseren Tipps bekommen Sie diese garantiert wieder heraus.
Text: K. L. / Stand: 21.02.2017