Schmutzradierer - Schmutz und Flecken einfach wegradieren

Hand mit Handschuh hält einen Schwamm
Schmutzradierer sehen aus wie ein Schwamm
Foto: © tatomm

Vor allem, wer Kinder hat, kennt das Problem: Zu schnell verschmutzen Fußböden, Wände oder andere Flächen durch Fingerabdrücke, verschüttete Getränke oder beim Basteln. Nicht immer gelingt das Säubern mit herkömmlichen Reinigungsmitteln.

Vor allem die mit Wandfarbe gestrichenen oder tapezierten Wände können nicht mit einem Tuch und Wasser gereinigt werden, sondern müssen im Notfall neu gestrichen werden. Handelt es sich jedoch nur um kleinere verunreinigte Flächen, kann ein Schmutzradierer bei der Reinigung Wunder wirken - nicht umsonst trägt das nützliche Hilfsmittel auch die Beinamen Wunder- oder Zauberschwamm. Wie der Schmutzradierer funktioniert und wo er angewendet wird, erfahren Sie im folgenden Artikel.

Was ist ein Schmutzradierer? - Funktionsweise

Mit dem Radiergummi, wie die meisten ihn aus der Schule kennen, hat der Schmutzradierer wenig zu tun und wird bei Weitem auch noch nicht so lange verwendet. Vermutlich wurde das Reinigungsmittel erst zu Beginn der 2000er Jahre von einem amerikanischen Unternehmen eingeführt, das vor allem Haushaltsreiniger, Kosmetik und Hygieneprodukte herstellt. Beim Schmutzradierer handelt es sich um einen offenporigen Schwamm aus Melaminharz. Melamin ist eine Substanz, die unter anderem zur Herstellung von Polster- und Dämmmaterial verwendet wird. Der Schmutzradierer nutzt zum Reinigen den Abrieb der Harzpartikel, die beim Reiben Schmutz aufnehmen. Das bedeutet, dass der Schmutzradierer während der Nutzung immer kleiner wird. Dennoch sind die Reinigungshilfen sehr ergiebig und halten für längere Zeit. Ein besonderer Vorteil des Schmutzradierers ist seine Umweltfreundlichkeit, denn es werden keine zusätzlichen Reinigungsmittel benötigt.

Wie werden Verschmutzungen durch den Schmutzradierer entfernt?

Schmutzradierer werden im Internet und in Drogerieläden in unterschiedlichen Größen und von verschiedenen Firmen angeboten. Ihre Funktionsweise und der Verwendungszweck sind allerdings immer gleich: Der Schwamm wird kurz mit klarem Wasser angefeuchtet und dann über die verschmutzte Stelle gerieben. Die kleinen Harzpartikel reiben sich und den Schmutz ab. Anschließend wird mit einem weichen, angefeuchteten Tuch nachgewischt. Am besten funktioniert die Anwendung des Schmutzradierers bei Verunreinigungen, die nur dünnflächig sind, wie zum Beispiel Fingerspuren an Wänden oder Türen, Schuhabdrücke auf einem glatten Fußboden, Fettschichten oder leichte Kalkansätze und Spuren von Bunt- oder Filzstiften. Aber auch Ränder von Kaffee oder Tee, angetrockneter Schmutz auf Gartenmöbeln und Fettkrusten auf Herden oder Küchengeräten können mit dem Wunderschwamm beseitigt werden.

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Wann sollte ein Schmutzradierer nicht angewendet werden?

Vorsicht bei der Anwendung eines Schmutzradierers ist bei lackierten Flächen und empfindlichem Glas geboten, da die Melaminharzpartikel hässliche Kratzer hinterlassen können. Hier ist es besser, die Reinigung mit einem weichen Schwamm oder einem Putztuch und einem sanften, zur Oberfläche passenden, Reinigungsmittel vorzunehmen. Auch beim Entfernen von Flecken an Wänden muss Bedacht walten. Zu intensives Reiben kann die Wandfarbe oder die Tapete schädigen. Vor der Nutzung des Schmutzradierers empfiehlt es sich daher, diesen erst an einer versteckten Stelle auszuprobieren.
Text: H. J. / Stand: 21.02.2017