Kalte Füße im Winter

Kalte Füße am Kaminfeuer wärmen
Was hilft bei Fußkälte?
Foto: © maho

Langsam zieht die Kälte von unten in die Glieder. Kalte Füße stören die thermische Behaglichkeit empfindlich. Doch gerade in Erdgeschosswohnungen, Büros oder Räumen mit Dielen, Terrazzo, Parkett bzw. Laminat stellt sich Fußkälte schnell ein. Schleichend breitet sie sich im Körper aus, so dass auch die Finger und die Nase kalt werden. Unerwartet rasch droht eine Erkältung. (Hausmittel bei Erkältung) Für mehr Komfort sorgen diesen Tipps!

Was tun gegen Fußkälte im Büro und der Wohnung?

Sitzt man im Büro stundenlang am Arbeitsplatz oder liegt man am Wochenende faul auf dem Sofa fängt man oft an zu frieren. Meist fängt es an den Füßen an. Doch was kann man dagegen tun?

Auf die richtige Kleidung achten

Simpel aber altbewährt sind dicke Socken mit einem hohen Wollanteil. Bei entsprechend großen Schuhen dürfen es auch zwei Paar übereinander werden. Im Winter barfuß in Altbauwohnungen ohne Fußbodenheizung unterwegs zu sein, ist leichtsinnig. Für warme Füße helfen vielmehr kuschelige Filzschuhe oder Lammfelleinlagen in den Hausschuhen. Auch die restliche Kleidung passt sich am besten der Jahreszeit an. Wer leicht friert, wird selbstverständlich über lang oder kurz kalte Füße haben.

Kurzfristige und schnelle Hilfe bei eiskalten Füßen

Um wieder richtig durchzuwärmen, hilft als schnelle Maßnahme ein angenehmes Fußbad. Bei einem warmen Tee sitzt es sich außerdem angenehm weich und bequem auf einem temperaturregulierenden Lammfell. Kirschkernkissen oder Wärmflaschen verhindern, dass die Kälte der Füße tiefer in den Körper zieht. Im Büro eignet sich Zehengymnastik und möglichst viel Bewegung, um die Füße kurzweilig wieder auf Temperatur zu bringen. Durchblutungsfördernde Salben oder morgendliche Wechselduschen fördern warme Füße im Allgemeinen.

Elektrische Helfer für mehr Behaglichkeit

Wenn dicke Socken, warme Schuhe und Lammfelleinlagen genauso wenig für warme Füße sorgen wie etwa ein Teppiche oder Läufer, ist es Zeit für elektrische Helfer. Beliebte Geräte hierbei sind etwa Heizlüfter. Sie entsprechen im Groben einem Ventilator, in dessen Inneren ein Heizelement die Luft erwärmt. Nicht weniger begehrte Helfer in der kalten Jahreszeit sind Sitzheizungen. Die heizbaren Matten arbeiten relativ energiesparend und schaffen es auf eine angenehme Temperatur von ca. 38 °C. Ähnlich verhält es sich bei Heizkissen oder Heizdecken. Drohen eiskalte Füße kann zudem eine elektrische Wandheizung oder eine heizbare Bodenmatte die Lösung sein. Aber Achtung: sämtliche elektrische Geräte treiben die Stromkosten in die Höhe und sollten dementsprechend nur temporär eingesetzt werden. (Tipps zum Strom sparen)

Bauliche Veränderungen als langfristige Maßnahme

Wärmflaschen und dicke Socken oder Filzschuhe helfen selbstverständlich kurzfristig die kalten Füße loszuwerden. Sind jedoch die baulichen Voraussetzungen nicht gegeben, wird sich die Fußkälte auch langfristig halten. Und der nächste Winter kommt bestimmt. In Erdgeschosswohnungen, welche unterkellert sind, empfehlen Experten eine vernünftige Kellerdeckendämmung. Sie verhindert das Entweichen der Wärme nach unten und senkt gleichermaßen die Heizkosten. Sind entsprechende Maßnahmen nicht möglich, verbessern Korkbeläge oder Teppiche das Raumklima. Nicht selten verliert ein Raum durch undichte Türen oder Fenster sehr viel Wärme, vor allem in Altbauten. Selbstklebende Dichtprofile oder Türschotts hemmen den Wärmeverlust und bewirken ein Ansteigen der Raumtemperatur. In Eigenheimen steht den Bewohnern außerdem die Option zur Verfügung, moderne Heizkörper zu installieren und damit eine ideale Wärmeverteilung im Raum zu erreichen. Alte Heizkörper haben oftmals die Eigenschaft, die Wärme nicht optimal im Raum zu verteilen. (Wie Heizkosten sparen?)

Fazit: Nur selten stehen bauliche Eingriffe wie eine Kellerdeckendämmung oder gar eine Fußbodenheizung zur Wahl. Durch eine angemessene Kleidung, zahlreiche Elektrogeräte oder diverse Bodenbeläge lässt sich jedoch das menschliche Wärmeempfinden regulieren und verbessern.

Hinweis: Unsere Artikel können den ärztlichen Rat nicht ersetzen! Bei Fragen wenden Sie sich bitte immer an einen Arzt oder Apotheker Ihres Vertrauens!
Text: C. D. / Stand: 21.02.2017