Bienenstiche / Wespenstiche - Was tun?

Wespe in einem Limonadenglas
So schnell riskiert man einen Wespenstich
Foto: © DoraZett

Stiche von Bienen und Wespen sind unangenehm und schmerzhaft. Meistens rötet sich nach einem Stich die Haut stark und es entstehen Schwellungen. Bei den meisten Menschen verschwinden diese Symptome nach kurzer Zeit, wer jedoch unter einer Insektenstichallergie leidet, kann nach einem Stich sogar in Lebensgefahr geraten. Sind Allergien bekannt oder werden Kleinkinder gestochen, sollte immer ein Notfallset griffbereit sein oder sofort ein Arzt aufgesucht werden. Auch wenn mehrere Bienen oder Wespen gleichzeitig zugestochen haben oder die Wunde sich entzündet, darf das nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Für die harmlosen Fälle jedoch gibt es einfache Hausmittel, die die Schmerzen lindern sowie Schwellungen und Rötungen verschwinden lassen.

Wespenstiche und Bienenstiche vermeiden

Der einfachste Schutz vor Wespen- oder Bienenstichen ist es, sich von den Tieren fernzuhalten. Auch wenn das nicht immer gelingt, sollten nach Möglichkeit Stellen gemieden werden, an denen sich diese Insekten gern aufhalten. Wespen umschwirren beispielsweise gern Abfallkörbe oder überreifes Fallobst im Garten. Wichtig ist es auch, Getränke abzudecken, die im Freien genossen werden. Der Stich von einer Biene oder einer Wespe in den Hals- oder Rachenraum kann lebensgefährlich werden. Besser als undurchsichtige Getränkedosen sind daher Gläser mit einem Deckel. Stiche in den Fuß können vermieden werden, wenn man nicht barfuß über blühende Wiesen läuft. Sind Wespen oder Bienen in der Nähe, ist es außerdem wichtig, Ruhe zu bewahren. Die Insekten fühlen sich durch allzu hektische Bewegungen bedroht und wehren sich dann. Bienen stechen erst in akuter Bedrängnis und nur ein einziges Mal, denn mit dem Stich reißen sie sich den Stachel aus dem Körper. Wespen können hingegen mehrmals angreifen.
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Erste Hilfe nach Bienenstichen oder Wespenstichen

Hat eine Biene zugestochen, sollte zunächst der Stachel vorsichtig aus der Haut entfernt werden, damit so wenig Insektengift wie möglich in den Körper dringt. Dafür nutzt man idealerweise eine Pinzette. Besondere Vorsicht ist geboten, wenn sich eine Art Beutelchen am Stachel befindet. Hierbei handelt es sich um die Giftblase der Biene. Um ein Eindringen des Giftes in die Wunde zu verhindern, darf diese möglichst nicht beschädigt werden. Nachdem der Bienenstachel entfernt wurde oder nach Wespenstichen, ist es ratsam, die Wunde mit ein wenig Wasser zu reinigen sowie anschließend zu kühlen. Hierzu können Eiswürfel, Kühlakkus oder ein kalter Waschlappen genutzt werden.

Linderung mit Omas Hausmitteln bei Bienenstichen und Wespenstichen

Zur Behandlung von Schwellungen nach Insektenstichen haben sich Umschläge mit essigsaurer Tonerde bewährt. Diese ist in Drogerien und Apotheken zum Anrühren einer Tinktur erhältlich. Hierfür löst man in der Regel einen Esslöffel der Erde in einem Glas Wasser auf. Ein mit dieser Lösung getränktes Tuch wird für bis zu zwei Stunden auf die schmerzende Stelle gelegt. Wer die Tinktur nicht selbst herstellen möchte, greift auf fertige Kompressen zurück oder nutzt Arnikatinktur. Beides wird ebenfalls in Apotheken angeboten. Schnelle Hilfe bei brennenden und schmerzenden Stichstellen ist auch durch das Auflegen von Gurken- oder Zwiebelscheiben möglich. Diese kühlen und entziehen der Wunde das Gift. Eine ähnliche Wirkung sollen übrigens ein angefeuchtetes Stück Würfelzucker sowie ein feuchter Lappen mit Salz oder mit einem Essig-Salz-Gemisch haben. Zum Verhindern von Schwellungen und gegen das spätere Jucken helfen Teebaumöl, verdünnter Salmiakgeist oder Zitronensaft.
Text: H. J. / Stand: 10.01.2017

Hinweis: Unsere Artikel können den ärztlichen Rat nicht ersetzen! Bei Fragen wenden Sie sich bitte immer an einen Arzt oder Apotheker Ihres Vertrauens!

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