Einkaufszettel sinnvoll schreiben

kleiner Einkaufszettel
So schreibt man den Einkaufszettel richtig:
Foto: © Yantra

Kennen Sie das: Sie gehen zwar mit konkreten Vorstellungen und dennoch recht planlos in einen Supermarkt für Ihren Wocheneinkauf und kommen mit einer Menge impulsiv gekaufter Artikel zurück, aber von dem was Sie eigentlich brauchen fehlt die Hälfte? Nun, dann sind Sie wahrscheinlich ohne einen Einkaufszettel in den Laden gegangen.

Wofür ein Einkaufszettel schreiben, mein Gedächtnis funktioniert doch prima?

Eines ist klar: Der Einkaufszettel spart Zeit und Geld. Dank den Notizen hat man einen Überblick und vergisst deutlich weniger. Denn mit einem Kopf wie ein Sieb, und zahlreichen Aufgaben wie die Abholung der Jacken aus der Reinigung, das Geschäftsmeeting in einer Stunde und das Elterngespräch in der Schule am Abend, bleiben Dinge wie Kartoffeln, Patronen für den Füller des Kindes und die Kokosmilch für den neuen Rezeptvorschlag der Freundin schnell auf der Strecke.

Das häufige Nachkaufen lässt sich dank einer gut geführten Liste außerdem noch prima vermeiden. Und auch das ewige Irren zwischen den Gängen von einer Ecke des Geschäftes zur nächsten hat ein Ende: "Jetzt hab ich die Zitronen vergessen und bin schon fast nahe der Kasse!" Zufrieden steht man so in der Schlange vor der Kassiererin und muss nicht noch umkehren, weil man im Durcheinander das Spülmittel vergessen hat.

Wohlwissend, dass sich weniger Spontankäufe im Wagen befinden und die Höhe der Rechnung auch im geplanten Budget liegt, verlässt jede Hausfrau, der Manager oder der Student zufrieden den Laden. Schön und beruhigend zugleich ist die Gewissheit, dass man das nächste Mal getrost jemanden mit der Liste zum Einkaufen schicken könnte, wenn es nötig wäre.

Wie schreibe ich die Einkaufsliste sinnvoll?

Dass mit einem Einkaufszettel deutlich weniger Einkäufe getätigt werden als ohne, ist weit verbreitet bekannt. Nur wie man einen solchen vernünftig aufstellt und plant, ist für zahlreiche Menschen ein Rätsel. Schlussendlich entwickelt jeder Haushalt eine eigene Variante und Philosophie, die Liste aufzustellen. Ein paar Tipps helfen jedoch, den Einkaufszettel sinnvoll zu erstellen und nichts zu vergessen.

Tipps für die Einkaufsliste

  • Führen Sie die Liste entweder ganz altmodisch handschriftlich, bzw. "up to date" auf Ihrem Smartphone oder dem PC.
  • Sie können elektronisch erstellte Listen auch ausdrucken oder als allgemeine Übersicht zum Abhaken bzw. Eintragen der benötigten Stückzahl erstellen. Sollten Sie zu den Menschen gehören, die ordentlich ihren Einkaufzettel handschriftlich führen um ihn später während des Einkaufens zu Hause liegen zu lassen, erleichtern spezielle Apps Ihnen auf Wunsch das Führen Ihres Einkaufszettels auf dem Smartphone. Denn dies vergessen interessanter Weise die Wenigsten daheim.
  • Notieren Sie die Einkaufsliste von Hand, so positionieren Sie einen Zettel oder Block samt einem Stift an einer festen Stelle in der Wohnung. Idealerweise in der Küche oder an der Pinnwand. Tafeln mit Kreide oder Whiteboards an der Wand sind nicht ideal, da sie nur schlecht in die Handtasche passen und natürlich erst abgeschrieben oder getippt werden müssen.
  • Vermerken Sie ein Produkt sofort auf der Liste, sobald Sie merken, dass es ausgeht oder sobald bei Vorräten nur noch ein Teil davon vorhanden ist.
  • Werden die Artikel untereinander notiert, so wird die Liste übersichtlicher.
  • Erstellen Sie möglichst die Auflistung der noch benötigten Artikel nach einem Essensplan für die Woche.
  • Am besten wird ein Einkaufszettel für einen Wocheneinkauf geschrieben und so die Vorräte entsprechend für eine Woche eingekauft.
  • Kontrollieren Sie vor dem Einkauf nochmals den Kühlschrank, die Obstschale und die Schränke für die Vorräte, die ständig im Haus sein sollten (zum Beispiel: Mehl, Zucker, Salz, Reis, Nudeln). Ein kurzer Check vor dem Einkauf ohne Liste reicht meist nicht aus, und spätestens zwei Tage später fällt auf, dass doch die Butter fehlt.
  • Sortieren Sie nach Möglichkeit die Artikel auf der Liste bereits nach Lage und Abteilung im Geschäft, das heißt: Frischeabteilung mit Obst und Gemüse, Milchprodukte, Wurst- und Fleischwaren, Tiefkühlkost, Getränke, Drogerieartikel und Sonstiges.
  • Haken Sie wenn möglich das bereits in den Einkaufswagen Sortierte ab. Vergessen Sie nicht, dafür einen Stift zum Einkaufen mitzunehmen. Haben Sie keinen Stift zur Hand, so reißen Sie den Zettel einfach etwas am Rand ein. Auf dem Smartphone lassen sich die eingepackten Produkte ebenfalls markieren.

Mit ein wenig Planung und Konsequenz in der Führung der Einkaufslisten, können Singles wie Familien das Haushaltsbudget vernünftig im Griff behalten. Der unnötige Einkauf von Lebensmitteln, die eventuell durch Nichtverwendung weggeworfen werden, spart vor allem bares Geld. Nur eines sollten Sie nicht vergessen: Den Einkaufszettel auch mit in den Supermarkt zu nehmen!
Text: C. D. / Stand: 21.02.2017